Printe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Printe · Nominativ Plural: Printen
Aussprache
WorttrennungPrin-te
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

mit verschiedenen Gewürzen, Sirup, Kandiszucker u. a. hergestelltes, dem Lebkuchen ähnliches Gebäckstück
Beispiele:
Zu Weihnachten gebe es vor allem aus dem Bereich der Gebäcke viele Spezialitäten, die auch im Ausland beliebt seien – etwa Lebkuchen, Spekulatius und Printen. [Spiegel, 27.03.2016 (online)]
Printen, die diesen Namen verdienen, bestehen nur aus Mehl, Gewürzen, Farinzucker, Kandis und Sirup. [Die Zeit, 12.12.2007, Nr. 51]
1872 tauchte die Tochter des damaligen kaufmännischen Beraters, Christian Geller, eine Printe in heiße Schokolade – und erfand so die Schokoprinte, das erste schokoladenüberzogene Gebäck in Deutschland. [Welt am Sonntag, 11.10.1998]
Größeres Gebäck, wie Printen oder ähnliches, legt man zwischen den einzelnen Bissen auf den eigenen Teller ab. [Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1991, S. 172. Zitiert nach: Giesder, Gabriele: Gutes Benehmen, Düsseldorf: Econ-Taschenbuch-Verl. 1986.]
Die im Rheinland beliebten Printen, ein hartes Gebäck aus der Aachener Gegend, kamen als Nachbildungen gewisser Heiligen in den Handel. [Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Düsseldorf: Econ-Verl. 1964, S. 62. Zitiert nach: Reimann, Hans: Vergnügliches Handbuch der Deutschen Sprache, Berlin: Kiepenheuer 1931.]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: Aachener Printen
in Koordination: Lebkuchen und Printen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Printe f. Die Bezeichnung für das stark gewürzte, pfefferkuchenartige Gebäck gelangt in der 1. Hälfte des 19. Jhs. (vornehmlich in der Verbindung Aachener Printen) in die Literatursprache. Sie ist entlehnt aus gleichbed. nl. prent, print, eigentlich ‘Druckplatte, (Buch)druck, Kupferstich, Abbild, Abdruck’ (mnl. prente, printe ‘Werkzeug zum Drücken, eingedrückte Abbildung’; vgl. mnd. prente ‘Druck’), und geht auf afrz. priente, preinte ‘Abdruck, Aufdruck’ zurück, die substantivierte fem. Form des Part. Perf. von afrz. priendre, preindre, älter priembre ‘drücken’; zugrunde liegt lat. premere ‘(ab-, auf-, ein)drücken, pressen’ (s. ↗pressen). Das Gebäck ist nach den eingedrückten (Heiligen)figuren oder Blumen benannt.

Thesaurus

Synonymgruppe
Gewürzkuchen · ↗Honigkuchen · ↗Lebkuchen · ↗Pfefferkuchen · Printe  ●  ↗Lebzelten  österr.
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Kirschbombe · Liegnitzer Bombe
  • Neisser Konfekt · Neisser Pfefferkuchen
  • Thorner Honigkuchen · Thorner Lebkuchen
Assoziationen
Synonymgruppe
Fehldruck (einer Seite)  ●  Printe  ugs.
Zitationshilfe
„Printe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Printe>, abgerufen am 17.10.2019.

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