Prise, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Prise · Nominativ Plural: Prisen
Aussprache 
Worttrennung Pri-se
Herkunft aus gleichbedeutend prisemfrz frz < prendreafrz frz ‘nehmen, (er)greifen’
eWDG

Bedeutung

kleine Menge, besonders von Gewürzen oder Schnupftabak, die man mit zwei bis drei Fingern greifen kann
Beispiele:
eine Prise Salz, Pfeffer, Zucker
eine Prise (Tabak) nehmen, schnupfen
er nahm bedächtig, verstohlen eine Prise aus der Tabaksdose
Wieviel, um alles in der Welt, ist eine Prise? [ KästnerLottchen68]
übertragen Kleinigkeit, ein bisschen
Beispiele:
eine Prise Ironie, Frechheit
das war eine Prise zuviel
Jetzt würde Emma hin und her ein Prischen Rat benötigen [ StrittmatterBienkopp135]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prise · Reprise
Prise f. ‘kleine Menge von pulvriger oder feinkörniger Substanz, im Seekrieg aufgebrachtes Handelsschiff oder auf diesem befördertes Handelsgut, Beute’ (bis ins 17. Jh. oft diphthongiert Preis, Preise), Übernahme von afrz. frz. prise ‘das (Weg)genommene, Ergriffene, Beute, Fang’, mfrz. frz. auch ‘kleine (mit den Fingern ergriffene) Menge, Dosis (von Medikamenten, Schnupftabak)’, zunächst (seit 1. Hälfte 15. Jh.) ‘Plünderung, Beute’, vor allem in Fügungen wie preis sein, werden, machen (s. preisgeben), dann (wie mnd. prīs, prīse ‘genommene Schiffe, Beute’) speziell für ‘aufgebrachtes feindliches Schiff, Kriegsbeute’ (Mitte 16. Jh.), später allgemein ‘kleine Menge’ von Schnupftabak, Gewürz (Anfang 18. Jh.). Afrz. frz. prise ist die fem. Form des substantivierten Part. Perf. von afrz. frz. prendre ‘nehmen, (er)greifen’, aus lat. prehendere, kontrahiert prēndere ‘(an)fassen, (an-, er)greifen, nehmen’. Reprise f. ‘Zurückeroberung (im Seekrieg), Wiederaufnahme (eines Bühnenstücks), zu wiederholender Teil (eines Musikstücks)’, Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. reprise, zu frz. reprendre ‘wieder nehmen, zurücknehmen, wieder aufnehmen’, aus lat. reprehendere (s. Repressalie).

Typische Verbindungen zu ›Prise‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prise‹.

Verwendungsbeispiele für ›Prise‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun verhandelte die Versicherung mit dem Reich wegen einer Prise. [Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 123]
Man läßt den Reis mit einer Prise Salz in der Milch langsam ausquellen. [Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 50]
Eine Prise Salz kommt hinzu, und dann dürfen die roten Scheiben zugedeckt gar werden. [Die Zeit, 18.08.2006, Nr. 34]
Zu guter Letzt stimmt die Prise, für die Mädchen, für den Leser. [Die Zeit, 24.12.2003, Nr. 52]
Ein anderes Mal beginnt man dagegen mit einer kräftigen Prise Salz. [Süddeutsche Zeitung, 08.12.2000]
Zitationshilfe
„Prise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Prise#1>.

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Prise, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Prise · Nominativ Plural: Prisen
Aussprache 
Worttrennung Pri-se (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Prise‹ als Erstglied: Prisenkommando
Herkunft aus priseafrz frz ‘das (Weg-)Genommene, Ergriffene, Beute, Fang’ < prendreafrz frz ‘nehmen, (er)greifen’
eWDG

Bedeutung

im Seekrieg aufgebrachtes feindliches oder neutrales Handelsschiff oder auf diesem befördertes Handelsgut
Beispiel:
eine Prise aufbringen, zerstören, versenken
übertragen Beute
Beispiele:
etw. für gute Prise erklären, als (gute) Prise beschlagnahmen
Ich nahm die Büchlein als gute Prise für meine kriminalistische Bibliothek [ KischMarktplatz217]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prise · Reprise
Prise f. ‘kleine Menge von pulvriger oder feinkörniger Substanz, im Seekrieg aufgebrachtes Handelsschiff oder auf diesem befördertes Handelsgut, Beute’ (bis ins 17. Jh. oft diphthongiert Preis, Preise), Übernahme von afrz. frz. prise ‘das (Weg)genommene, Ergriffene, Beute, Fang’, mfrz. frz. auch ‘kleine (mit den Fingern ergriffene) Menge, Dosis (von Medikamenten, Schnupftabak)’, zunächst (seit 1. Hälfte 15. Jh.) ‘Plünderung, Beute’, vor allem in Fügungen wie preis sein, werden, machen (s. preisgeben), dann (wie mnd. prīs, prīse ‘genommene Schiffe, Beute’) speziell für ‘aufgebrachtes feindliches Schiff, Kriegsbeute’ (Mitte 16. Jh.), später allgemein ‘kleine Menge’ von Schnupftabak, Gewürz (Anfang 18. Jh.). Afrz. frz. prise ist die fem. Form des substantivierten Part. Perf. von afrz. frz. prendre ‘nehmen, (er)greifen’, aus lat. prehendere, kontrahiert prēndere ‘(an)fassen, (an-, er)greifen, nehmen’. Reprise f. ‘Zurückeroberung (im Seekrieg), Wiederaufnahme (eines Bühnenstücks), zu wiederholender Teil (eines Musikstücks)’, Entlehnung (17. Jh.) von gleichbed. frz. reprise, zu frz. reprendre ‘wieder nehmen, zurücknehmen, wieder aufnehmen’, aus lat. reprehendere (s. Repressalie).

Typische Verbindungen zu ›Prise‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prise‹.

Verwendungsbeispiele für ›Prise‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nun verhandelte die Versicherung mit dem Reich wegen einer Prise. [Kempowski, Walter: Tadellöser & Wolff, München: Hanser 1971 [1971], S. 123]
Man läßt den Reis mit einer Prise Salz in der Milch langsam ausquellen. [Bommer, Sigwald u. Lotzin-Bommer, Lisa: Getreidegerichte aus vollem Korn - gesund, kräftig, billig!, Krailing bei München: Müller 1957 [1941], S. 50]
Eine Prise Salz kommt hinzu, und dann dürfen die roten Scheiben zugedeckt gar werden. [Die Zeit, 18.08.2006, Nr. 34]
Zu guter Letzt stimmt die Prise, für die Mädchen, für den Leser. [Die Zeit, 24.12.2003, Nr. 52]
Ein anderes Mal beginnt man dagegen mit einer kräftigen Prise Salz. [Süddeutsche Zeitung, 08.12.2000]
Zitationshilfe
„Prise“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Prise#2>.

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