Prisma, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Prismas · Nominativ Plural: Prismen
Aussprache 
Worttrennung Pris-ma (computergeneriert)
Herkunft Griechisch
Wortbildung  mit ›Prisma‹ als Erstglied: ↗Prismenfeldstecher · ↗Prismenfernrohr · ↗Prismenglas
 ·  mit ›Prisma‹ als Grundform: ↗prismatisch
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Optik durchsichtiger, meist keilförmiger Körper, der von mindestens zwei sich schneidenden ebenen Flächen begrenzt wird
Beispiele:
weißes Licht wird durch ein Prisma gebrochen und in die Spektralfarben zerlegt
der Kristalllüster war mit glitzernden Prismen behangen
2.
Mathematik Körper, dessen Grundflächen einander parallele, kongruente Vielecke und dessen Seitenflächen Rechtecke oder Parallelogramme sind
Beispiel:
ein gerades, schiefes Prisma
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Prisma n. in der Mathematik ein Körper, dessen Grundflächen einander parallele, kongruente Vielecke und dessen Seitenflächen Rechtecke oder Parallelogramme sind (1. Hälfte 16. Jh.), in der Optik ein durchsichtiger Körper aus lichtbrechendem Stoff mit mindestens drei parallelen Kanten, der einen ihn durchlaufenden Lichtstrahl ablenkt und weißes Licht in Spektralfarben zerlegt (Anfang 18. Jh.), entlehnt aus spätlat. prisma, griech. prī́sma (πρῖσμα) ‘dreiseitige Säule, Prisma’, eigentlich ‘was durch das Sägen hervorgebracht wird, das Zersägte, Sägespäne’, zu griech. prī́ein (πρίειν) ‘sägen’.

Thesaurus

Mathematik, Physik
Synonymgruppe
Prisma [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Prisma‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prisma‹.

Verwendungsbeispiele für ›Prisma‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ebenso wenig ließe sich mit fünfseitigen Prismen ein Raum lückenlos füllen.
Die Zeit, 05.10.2011 (online)
Durch ein rein sportliches Prisma betrachtet galt die Entscheidung zwar als vertretbar;
Süddeutsche Zeitung, 16.09.2002
Aus verdünnter Lösung scheidet es sich manchmal bei längerem Stehen in großen, rautenförmigen Blättern oder Prismen ab.
Fischer, Emil: Spaltung einiger racemischer Aminosäuren in die optisch-aktiven Komponenten III. In: ders., Untersuchungen über Aminosäuren, Polypeptide und Proteine (1899-1906), Berlin: Springer 1906 [1900], S. 115
Irgendwann einmal hast Du als Kind das Wunder des Prismas erlebt.
Opfermann, Hans Carl: Die neue Schmalfilm-Schule, Harzburg: Heering 1940, S. 144
Auch in dieser Klasse gibt es dreiseitige Prismen und zweimal dreiseitige Prismen (Position 6).
Raaz, Franz u. Tertsch, Hermann: Geometrische Kristallographie und Kristalloptik und deren Arbeitsmethoden, Wien: J. Springer 1939, S. 81
Zitationshilfe
„Prisma“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Prisma>, abgerufen am 25.10.2020.

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