Pritsche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pritsche · Nominativ Plural: Pritschen
Aussprache
WorttrennungPrit-sche
Wortbildung mit ›Pritsche‹ als Erstglied: ↗Pritschenwagen  ·  mit ›Pritsche‹ als Letztglied: ↗Holzpritsche · ↗Ladepritsche  ·  mit ›Pritsche‹ als Grundform: ↗pritschen
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
einfaches, aus einem Holzgestell bestehendes Bett
Beispiele:
eine schmale, harte, kahle Pritsche
zweistöckige, dreistöckige Pritschen
in der Wachtstube stand eine einfache Pritsche mit Strohsack und Decke
auf der Pritsche liegen, sitzen, schlafen
Er springt von seiner Pritsche, schlägt die Faust, / ... ans harte Fenstereisen [WeinertRufe39]
2.
Ladefläche eines Lastkraftwagens, deren Seitenwände sich herunterklappen lassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pritsche · pritschen
Pritsche f. ‘aus Holzstreifen, -brettchen bestehendes Gerät’ (des Hanswursts, Harlekins), mit dem im Scherz klappernde Schläge ausgeteilt werden (15. Jh.), ‘einfaches Holzgestell als Liegestatt’ (16. Jh.), ‘Sitzbrett am Schlitten’ (17. Jh.). Frühnhd. pritzschze (15. Jh.), britzschen (Anfang 16. Jh.), britsche, pritsche (16. Jh.) ist wie das erste Kompositionsglied in mhd. britzelmeister ‘die Pritsche führende lustige Person’, britzelslahen ‘Schlag mit der Pritsche’ an ahd. britissa ‘dünnes Brettchen, Latte’ (Hs. 12. Jh.) anzuschließen, eine mit dem Suffix germ. -isjō gebildete Ableitung von ahd. bret (s. ↗Brett). Der Übergang von mhd. tz in nhd. tsch erfolgt wie bei fletschen, klatschen, knutschen. pritschen Vb. ‘mit der Pritsche schlagen, Schläge austeilen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Holzliege · Pritsche
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Pritsche · offene Ladefläche
Assoziationen
Synonymgruppe
Klatsche · Narrenpritsche · Pritsche
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bagger Baracke Decke Doppelkabine Fahrgestell Fußende Kabine Kastenwagen Kombi Kopfende Laster Lastwagen Matratze Schlafsack Strohsack Toilette Waschbecken Wolldecke Zelle fesseln festschnallen hart hocken hölzern schlafen schliefen schmal schnallen unter übernachten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pritsche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf einer Pritsche haben sie mehrere lange schwarze Haare gefunden.
Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 300
Dieser Bau jedoch war ein heruntergekommener Ort mit Pritschen, die in die alten Zimmer hinein gequetscht waren.
Der Tagesspiegel, 05.09.2002
Die Pritschen der Neuen stehen jetzt auf der nackten Erde.
Die Welt, 27.04.1999
Er ließ sich von einer Pritsche auf die andere tragen.
Seghers, Anna: Die Wellblech-Hütte. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 154
Sie waren eben von den Pritschen, die zu je zwei übereinander gestellt waren, aufgestanden, und es herrschte ein unbeschreiblicher Geruch in dem Raum.
Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 1. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1914], S. 5085
Zitationshilfe
„Pritsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pritsche#1>, abgerufen am 15.10.2019.

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Pritsche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pritsche · Nominativ Plural: Pritschen
Aussprache
WorttrennungPrit-sche
Wortbildung mit ›Pritsche‹ als Erstglied: ↗Pritschmeister
eWDG, 1974

Bedeutung

aus mehreren schmalen Lagen dünnen Sperrholzes oder gefalteter Pappe bestehendes Gerät des Narren, mit dem er im Scherz zuschlägt
Beispiele:
eine Pritsche in der Hand halten
ein Schlag mit der Pritsche
Kasperle schlug den Teufel mit der Pritsche tot
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pritsche · pritschen
Pritsche f. ‘aus Holzstreifen, -brettchen bestehendes Gerät’ (des Hanswursts, Harlekins), mit dem im Scherz klappernde Schläge ausgeteilt werden (15. Jh.), ‘einfaches Holzgestell als Liegestatt’ (16. Jh.), ‘Sitzbrett am Schlitten’ (17. Jh.). Frühnhd. pritzschze (15. Jh.), britzschen (Anfang 16. Jh.), britsche, pritsche (16. Jh.) ist wie das erste Kompositionsglied in mhd. britzelmeister ‘die Pritsche führende lustige Person’, britzelslahen ‘Schlag mit der Pritsche’ an ahd. britissa ‘dünnes Brettchen, Latte’ (Hs. 12. Jh.) anzuschließen, eine mit dem Suffix germ. -isjō gebildete Ableitung von ahd. bret (s. ↗Brett). Der Übergang von mhd. tz in nhd. tsch erfolgt wie bei fletschen, klatschen, knutschen. pritschen Vb. ‘mit der Pritsche schlagen, Schläge austeilen’ (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Holzliege · Pritsche
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Pritsche · offene Ladefläche
Assoziationen
Synonymgruppe
Klatsche · Narrenpritsche · Pritsche
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bagger Baracke Decke Doppelkabine Fahrgestell Fußende Kabine Kastenwagen Kombi Kopfende Laster Lastwagen Matratze Schlafsack Strohsack Toilette Waschbecken Wolldecke Zelle fesseln festschnallen hart hocken hölzern schlafen schliefen schmal schnallen unter übernachten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pritsche‹.

Verwendungsbeispiel
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er darf nie gewohnheitsmäßig auslachen und sich ermächtigt fühlen die Pritsche des Hofnarren zu schwingen.
Gleichen-Russwurm, Alexander von: Der gute Ton. In: Zillig, Werner (Hg.), Gutes Benehmen, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1932], S. 21629
Zitationshilfe
„Pritsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pritsche#2>, abgerufen am 15.10.2019.

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