Pritsche, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pritsche · Nominativ Plural: Pritschen
Aussprache 
Worttrennung Prit-sche
Wortbildung  mit ›Pritsche‹ als Erstglied: Pritschenwagen  ·  mit ›Pritsche‹ als Letztglied: Holzpritsche · Ladepritsche  ·  mit ›Pritsche‹ als Grundform: pritschen
eWDG

Bedeutungen

1.
einfaches, aus einem Holzgestell bestehendes Bett
Beispiele:
eine schmale, harte, kahle Pritsche
zweistöckige, dreistöckige Pritschen
in der Wachtstube stand eine einfache Pritsche mit Strohsack und Decke
auf der Pritsche liegen, sitzen, schlafen
Er springt von seiner Pritsche, schlägt die Faust, / … ans harte Fenstereisen [ WeinertRufe39]
2.
Ladefläche eines Lastkraftwagens, deren Seitenwände sich herunterklappen lassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pritsche · pritschen
Pritsche f. ‘aus Holzstreifen, -brettchen bestehendes Gerät’ (des Hanswursts, Harlekins), mit dem im Scherz klappernde Schläge ausgeteilt werden (15. Jh.), ‘einfaches Holzgestell als Liegestatt’ (16. Jh.), ‘Sitzbrett am Schlitten’ (17. Jh.). Frühnhd. pritzschze (15. Jh.), britzschen (Anfang 16. Jh.), britsche, pritsche (16. Jh.) ist wie das erste Kompositionsglied in mhd. britzelmeister ‘die Pritsche führende lustige Person’, britzelslahen ‘Schlag mit der Pritsche’ an ahd. britissa ‘dünnes Brettchen, Latte’ (Hs. 12. Jh.) anzuschließen, eine mit dem Suffix germ. -isjō gebildete Ableitung von ahd. bret (s. Brett). Der Übergang von mhd. tz in nhd. tsch erfolgt wie bei fletschen, klatschen, knutschen. pritschen Vb. ‘mit der Pritsche schlagen, Schläge austeilen’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Pritsche‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pritsche‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pritsche‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf einer Pritsche haben sie mehrere lange schwarze Haare gefunden. [Boie, Kirsten: Skogland, Ort: Hamburg 2005, S. 300]
Ich darf also die Pritschen eins bis fünf auffordern, mir zu folgen. [Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 122]
Nur der 15‑jährige Sohn Lam sitzt ruhig auf einer Pritsche. [Süddeutsche Zeitung, 30.11.2004]
Wer das bucht, landet zu Beginn meist bei Arne auf der Pritsche. [Die Welt, 02.05.2003]
Gestern abend noch hatte er neben ihm auf der Pritsche gesessen. [Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 196]
Zitationshilfe
„Pritsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pritsche#1>.

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Pritsche, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pritsche · Nominativ Plural: Pritschen
Aussprache 
Worttrennung Prit-sche
Wortbildung  mit ›Pritsche‹ als Erstglied: Pritschmeister
eWDG

Bedeutung

aus mehreren schmalen Lagen dünnen Sperrholzes oder gefalteter Pappe bestehendes Gerät des Narren, mit dem er im Scherz zuschlägt
Beispiele:
eine Pritsche in der Hand halten
ein Schlag mit der Pritsche
Kasperle schlug den Teufel mit der Pritsche tot
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pritsche · pritschen
Pritsche f. ‘aus Holzstreifen, -brettchen bestehendes Gerät’ (des Hanswursts, Harlekins), mit dem im Scherz klappernde Schläge ausgeteilt werden (15. Jh.), ‘einfaches Holzgestell als Liegestatt’ (16. Jh.), ‘Sitzbrett am Schlitten’ (17. Jh.). Frühnhd. pritzschze (15. Jh.), britzschen (Anfang 16. Jh.), britsche, pritsche (16. Jh.) ist wie das erste Kompositionsglied in mhd. britzelmeister ‘die Pritsche führende lustige Person’, britzelslahen ‘Schlag mit der Pritsche’ an ahd. britissa ‘dünnes Brettchen, Latte’ (Hs. 12. Jh.) anzuschließen, eine mit dem Suffix germ. -isjō gebildete Ableitung von ahd. bret (s. Brett). Der Übergang von mhd. tz in nhd. tsch erfolgt wie bei fletschen, klatschen, knutschen. pritschen Vb. ‘mit der Pritsche schlagen, Schläge austeilen’ (16. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›Pritsche‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pritsche‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pritsche‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich darf also die Pritschen eins bis fünf auffordern, mir zu folgen. [Jens, Walter: Nein, München: Piper 1968 [1950], S. 122]
Tagsüber war es ihnen verboten, sich auf der Pritsche hinzulegen. [Der Tagesspiegel, 20.07.2003]
Rings an die Wände waren Pritschen gebaut, immer zwei übereinander. [Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 161]
Er sitzt auf der Pritsche und läßt den Kopf hängen. [Die Zeit, 02.02.1996, Nr. 6]
Da arbeite er bis tief in die Nacht und schlafe dann ein paar Stunden auf einer Pritsche. [Der Tagesspiegel, 20.09.2002]
Zitationshilfe
„Pritsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pritsche#2>.

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