Privation, die

Grammatik Substantiv (Femininum)
Aussprache 
Worttrennung Pri-va-ti-on
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
veraltet Beraubung, Entziehung
2.
Philosophie Negation, bei der das negierende Prädikat dem Subjekt nicht nur eine Eigenschaft, sondern auch sein Wesen abspricht

Verwendungsbeispiele für ›Privation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aus der Orientierung an der so begriffenen ontologischen Struktur kann erst auf dem Wege der Privation die Seinsverfassung von »Leben« apriorisch umgrenzt werden.
Heidegger, Martin: Sein und Zeit, Tübingen: Niemeyer 1986 [1927], S. 51
Dann aber ist G. nicht mehr eine Privation von Dauer, sondern der eschatologische Augenblick, in dem Christus geglaubt oder verraten wird.
Gadamer, H.-G.: Geschichte und Geschichtsauffassung. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1958], S. 15963
Während Descartes den Irrtum auf die Willensfreiheit zurückführt, erblickt S. in jenem nur einen Mangel des Wahrheitsgehaltes, eine »Privation«.
Eisler, Rudolf: Philosophen-Lexikon. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1912], S. 14018
Solcherlei privation nen machen die vom Rechnungshof geforderten Prüfungsregelungen, die es den zuständigen staatlichen Stellen ermöglichen, sich über alle Geschäftsvorgänge zu unterrichten, schlicht unmöglich.
Die Zeit, 27.09.1985, Nr. 40
Zitationshilfe
„Privation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Privation>, abgerufen am 22.01.2022.

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