Professur, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Professur · Nominativ Plural: Professuren
Aussprache 
Worttrennung Pro-fes-sur
Wortbildung  mit ›Professur‹ als Letztglied: ↗Ehrenprofessur · ↗Gastprofessur · ↗Juniorprofessur · ↗Stiftungsprofessur · ↗Vertretungsprofessur
Herkunft Professor
eWDG

Bedeutung

Lehrstuhl, Lehramt eines Universitätsprofessors
Beispiele:
er hatte eine Professur für Völkerrecht an der Universität B
jmdm. die Professur verleihen
eine Professur innehaben, bekommen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Professor · Professur
Professor m. einem Hochschullehrer, verdienten Wissenschaftler, Künstler verliehener höchster akademischer Titel, Inhaber dieses Titels; im 16. Jh. sich allmählich durchsetzende Berufsbezeichnung für Hochschullehrer aller Fakultäten, zum Teil auch für Lehrer an Lateinschulen, nachdem der alte Doktor- und Magistertitel durch Verleihung an Außenstehende unzulänglich geworden war. Die Bezeichnung erscheint zuerst an den theologischen Fakultäten, deren Lehrer seit etwa 1400 sacrae theologiae professores heißen, wobei der Gedanke an zugrunde liegendes lat. profitērī ‘(sich) bekennen’ und an kirchenlat. cōnfessor ‘Bekenner’ (des christlichen Glaubens) eingewirkt haben mag. Im Grunde handelt es sich um eine Entlehnung von lat. professor ‘öffentlicher Lehrer’, einer Bildung zu lat. profitērī (professus sum) ‘laut und öffentlich, frei bekennen, sich bekennen, sich erklären, sich zu etw. freiwillig anbieten, sich öffentlich(zu einem Amte) melden’, daher eigentlich ‘wer sich öffentlich und berufsmäßig zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit bekennt’ (s. ↗Profession). Oder ursprünglich ‘wer bekannt gibt, daß er öffentlich reden und lehren will’? Zu lat. fatērī (fassus sum) ‘zugestehen, einräumen, kundtun’, fārī (fātus sum) ‘sprechen’. Professur f. ‘Lehramt, Lehrstuhl eines Hochschullehrers’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Lehrstuhl · ↗Professorenstelle · Professur
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Professur‹

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Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Professur‹.

Verwendungsbeispiele für ›Professur‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allein für die ersten 30 freien Professuren gab es 200 Bewerber.
Die Welt, 08.09.2001
An der HdK finanziert die Bank 24 eine Professur für multimediale Gestaltung.
Der Tagesspiegel, 02.08.1999
Zwei Jahre später erhielt er dort eine Professur für Philosophie und 1619 eine für Theologie.
Atteln, Horst: Alsted. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1973], S. 24449
Aber eigentlich dachten sie fast immer nur nach über die Abgrenzung der Disziplinen ihrer ordentlichen Professuren.
Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 10686
Ich ersah aus ihnen, daß es doch bei einer Professur ohne Gehalt nicht sein Bewenden haben sollte.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 23169
Zitationshilfe
„Professur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Professur>, abgerufen am 21.01.2021.

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