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Proklamation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Proklamation · Nominativ Plural: Proklamationen
Aussprache 
Worttrennung Pro-kla-ma-ti-on
Wortzerlegung proklamieren -ation
Wortbildung  mit ›Proklamation‹ als Letztglied: Regierungsproklamation · Wahlproklamation
Herkunft aus gleichbedeutend proclamationmfrz frz
eWDG

Bedeutung

öffentliche (amtliche) Verkündigung, (amtlicher) Aufruf in feierlicher Form
Beispiel:
eine Proklamation entwerfen, verfassen, unterzeichnen, verlesen, erlassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Proklamation · proklamieren
Proklamation f. ‘öffentliche (amtliche) Verkündigung, Erklärung, Bekanntgabe, (amtlicher) Aufruf in feierlicher Form’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. mfrz. frz. proclamation, afrz. proclamacion, das auf lat. prōclāmātio (Genitiv prōclāmātiōnis) ‘das Ausrufen, Schreien’ (zu prōclāmāre, s. unten) beruht. – proklamieren Vb. ‘öffentlich (und amtlich) verkündigen, erklären, bekanntgeben, in feierlicher Form zu etw. aufrufen’ (16. Jh.), aus gleichbed. mfrz. frz. proclamer, lat. prōclāmāre ‘laut, heftig (aus)rufen, schreien’; vgl. lat. clāmāre ‘laut rufen, schreien’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausrufung · Proklamation · Verkündigung · öffentliche Bekanntmachung

Typische Verbindungen zu ›Proklamation‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Proklamation‹.

Hofstaat Jahrestag Kaiserreich Kinderkönigspaar Kindermajestät Kirschkönigin Kreiskönig Königspaar Majestät Notstand Palästinenserstaat Prinzenpaar Regent Räterepublik Schützenkönig Schützenkönigspaar Sultan Unabhaengigkeit Unabhängigkeit Vereinsmajestät Wortlaut erlassen feierlich königlich nachstehend unterzeichnet verlesen

Verwendungsbeispiele für ›Proklamation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allgemein haben sich die sozialpolitischen Pläne der Vereinten Nationen in der »Proklamation der Menschenrechte« von 1948 niedergeschlagen. [Quante, P.: Sozialpolitik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 34388]
Diese Proklamation wurde von mir, ich darf sagen, daß sie eine gewisse Überraschung für mich war, wurde dann von mir in Prag verlesen. [o. A.: Vierundneunzigster Tag. Freitag, 29. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 16355]
Die Proklamation hing über viele Jahre an der Wand des kleinen Hauses. [Die Zeit, 21.03.1997, Nr. 13]
Es bedarf nicht der lauten Proklamation, es schließt sie eher aus. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1956]]
Doch auch hier sollte man nicht Proklamation mit Praxis verwechseln. [Die Zeit, 21.03.1997, Nr. 13]
Zitationshilfe
„Proklamation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Proklamation>.

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