Proklamation, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Proklamation · Nominativ Plural: Proklamationen
Aussprache
WorttrennungPro-kla-ma-ti-on (computergeneriert)
HerkunftLatein
Wortbildung mit ›Proklamation‹ als Letztglied: ↗Regierungsproklamation · ↗Wahlproklamation
eWDG, 1974

Bedeutung

öffentliche (amtliche) Verkündigung, (amtlicher) Aufruf in feierlicher Form
Beispiel:
eine Proklamation entwerfen, verfassen, unterzeichnen, verlesen, erlassen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Proklamation · proklamieren
Proklamation f. ‘öffentliche (amtliche) Verkündigung, Erklärung, Bekanntgabe, (amtlicher) Aufruf in feierlicher Form’, entlehnt (16. Jh.) aus gleichbed. mfrz. frz. proclamation, afrz. proclamacion, das auf lat. prōclāmātio (Genitiv prōclāmātiōnis) ‘das Ausrufen, Schreien’ (zu prōclāmāre, s. unten) beruht. proklamieren Vb. ‘öffentlich (und amtlich) verkündigen, erklären, bekanntgeben, in feierlicher Form zu etw. aufrufen’ (16. Jh.), aus gleichbed. mfrz. frz. proclamer, lat. prōclāmāre ‘laut, heftig (aus)rufen, schreien’; vgl. lat. clāmāre ‘laut rufen, schreien’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Ausrufung · Proklamation · ↗Verkündigung · öffentliche Bekanntmachung
Unterbegriffe
  • Kyros-Edikt · Kyros-Erlass
Synonymgruppe
Appell · ↗Aufforderung · ↗Aufgebot · ↗Aufruf · ↗Ausrufung · ↗Befürwortung · ↗Bitte · ↗Gesuch · Proklamation
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausnahmezustand Bürgerrecht Charta Generalstreik Jahrestag Kaiserreich Kontrollrat Manifest Militärregierung Notstand Palästinenser-Staat Palästinenserstaat Republik Räterepublik Selbstbestimmungsrecht Sklavenbefreiung Unabhängigkeit Wahlsieger Wortlaut bloß einseitig erlassen feierlich folgend kaiserlich königlich nachstehend pathetisch unterzeichnet verlesen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Proklamation‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Allgemein haben sich die sozialpolitischen Pläne der Vereinten Nationen in der »Proklamation der Menschenrechte« von 1948 niedergeschlagen.
Quante, P.: Sozialpolitik. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 34388
Das ist nicht weniger als die Proklamation des „tausendjährigen Reiches“, des großen Friedens auf Erden.
Die Zeit, 17.12.1953, Nr. 51
Diese Proklamation wurde von mir, ich darf sagen, daß sie eine gewisse Überraschung für mich war, wurde dann von mir in Prag verlesen.
o. A.: Vierundneunzigster Tag. Freitag, 29. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 16355
Die Proklamation war eigentlich eine Wahl, aber daran hat außer Lommer niemand gedacht.
Der Tagesspiegel, 27.02.2002
Ich bitte, diesen Auszug aus der Proklamation zur amtlichen Kenntnis zu nehmen.
o. A.: Zweiundneunzigster Tag. Mittwoch, 27. März 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 9723
Zitationshilfe
„Proklamation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Proklamation>, abgerufen am 16.10.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Prokatalepsis
Prokaryot
Prokaryont
projizieren
Projektziel
proklamieren
Proklamierung
Proklise
Proklitikon
proklitisch