Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Proletkult, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Proletkult(e)s · wird nur im Singular verwendet
Nebenform Proletenkult · Substantiv · Genitiv Singular: Proletenkult(e)s
Aussprache 
Worttrennung Pro-let-kult
Wortzerlegung Prolet Kult
eWDG

Bedeutung

das Kulturerbe und verschiedene realistische Formen der Kunst ablehnende radikalistische Richtung sozialistischer Schriftsteller und Künstler in den Jahren zwischen 1920 und 1930
Beispiele:
er war ein Anhänger des Proletkults
pseudorevolutionärer Proletkult

Verwendungsbeispiele für ›Proletkult‹, ›Proletenkult‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es konnte sich für den Proletkult begeistern und zerschmolz vor Sehnsucht nach der Bürgerlichkeit. [Die Zeit, 10.06.1999, Nr. 24]
Fast ununterscheidbar gehen symbolistische Theatertheorie und linker Proletkult ineinander über. [Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 609]
Lenin hat den russischen Proletkult abgelehnt und dafür plädiert, die demokratischen und fortschrittlichen Elemente der bürgerlichen Kultur in die sozialistische Kultur zu übernehmen. [Die Zeit, 11.02.1974, Nr. 06]
Der Zerfall des SDS in kommunistische Splittergruppen ließ den Proletkult der Weimarer Jahre wieder auferstehen. [Die Welt, 09.11.2000]
Später war er Bühnenbildner und Regisseur am Moskau »Proletkult« ‑Theater. [Bild, 03.01.1998]
Zitationshilfe
„Proletkult“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Proletkult>.

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