Proletkult, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum)
Aussprache
WorttrennungPro-let-kult
WortzerlegungProletKult
eWDG, 1974

Bedeutung

das Kulturerbe und verschiedene realistische Formen der Kunst ablehnende radikalistische Richtung sozialistischer Schriftsteller und Künstler in den Jahren zwischen 1920 und 1930
Beispiele:
er war ein Anhänger des Proletkults
pseudorevolutionärer Proletkult

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es konnte sich für den Proletkult begeistern und zerschmolz vor Sehnsucht nach der Bürgerlichkeit.
Die Zeit, 10.06.1999, Nr. 24
Fast ununterscheidbar gehen symbolistische Theatertheorie und linker Proletkult ineinander über.
Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 609
Der Zerfall des SDS in kommunistische Splittergruppen ließ den Proletkult der Weimarer Jahre wieder auferstehen.
Die Welt, 09.11.2000
Später war er Bühnenbildner und Regisseur am Moskau "Proletkult" -Theater.
Bild, 03.01.1998
Von Uwe, der solches Verhalten als Proletkult, Goldgräberromantik und dem Familienleben abträglich bezeichnete, ließ sich Laura 1959 nach fünf Ehejahren scheiden.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 159
Zitationshilfe
„Proletkult“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Proletkult>, abgerufen am 20.09.2019.

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