Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Prominenz, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Prominenz · Nominativ Plural: Prominenzen
Aussprache 
Worttrennung Pro-mi-nenz
formal verwandt mitprominent
Wortbildung  mit ›Prominenz‹ als Letztglied: Politprominenz  ·  formal verwandt mit: prominent
Herkunft aus gleichbedeutend prominenceengl
eWDG

Bedeutungen

1.
Gesamtheit prominenter Persönlichkeiten (eines bestimmten Bereichs)
Beispiele:
die Prominenz von Film und Fernsehen war zur Preisverleihung erschienen
die Prominenz war anwesend
zur Prominenz gehören
wertvolle Pelzmäntel, die die Prominenz aus Politik, Wirtschaft und der Welt des Films zur Schau stellt [ Tageszeitung1964]
2.
prominente Persönlichkeit
Beispiel:
er ist eine Prominenz geworden
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

prominent · Prominenz
prominent Adj. ‘hervorragend, bedeutend, bekannt, maßgebend’, Übernahme (um 1900) aus gleichbed. engl. prominent. Dieses beruht auf lat. prōminēns (Genitiv prōminentis) Part.adj. ‘hervorstehend, vorspringend’, woraus auch im Dt. (heute in diesem Sinne unübliches) gleichbed. prominent (Mitte 19. Jh.); zu lat. prōminēre ‘hervorragen, vorspringen’. Prominenz f. ‘hervorragende Bedeutung, Gesamtheit namhafter Persönlichkeiten’ (1. Hälfte 20. Jh.), aus gleichbed. engl. prominence; zuvor (2. Hälfte 19. Jh.) ‘Hervorragung (eines Teiles)’; lat. prōminentia ‘das Hervorragen, Hervorspringen’.

Thesaurus

Geografie
Synonymgruppe
Höhe über Isohypse · Prominenz · Schartenhöhe · Schartentiefe · relative Einsattelung
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bekanntheit · Prominenz
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Berühmtheiten · Person des öffentlichen Lebens · Prominenz · bekannte Leute  ●  (die) Rang und Namen haben  variabel
Oberbegriffe
  • führende Figur
Assoziationen
  • Berühmtheit · Prominenter · Star · bekannte Persönlichkeit · berühmte Persönlichkeit  ●  V. I. P.  engl. · VIP  engl. · Adabei  ugs., österr. · Promi  ugs.
  • B-Prominente · B-Prominenz · B-Promis

Typische Verbindungen zu ›Prominenz‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Prominenz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Prominenz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Jetzt muss sie sich durchsetzen gegen die Prominenz des Vaters. [Die Zeit, 14.10.2013, Nr. 41]
Die aktuelle Ausgabe des Stern etwa gibt einen Überblick über Personen, auch fern der Prominenz, die sich über die Jahre krankenhausreif gearbeitet haben. [Die Zeit, 03.10.2011, Nr. 40]
Und kritisiert man ihn, legt er das als Neid auf seine Prominenz aus. [Die Zeit, 16.05.2011, Nr. 20]
Nun, das ist verständlich, auch angesichts der hart erarbeiteten Prominenz des Sängers. [Die Zeit, 14.12.2009, Nr. 50]
Das deutsche Beispiel hat in diesen Dingen eine zwielichtige Prominenz. [Sloterdijk, Peter: Kritik der zynischen Vernunft Bd. 1, Frankfurt: Suhrkamp 1983, S. 157]
Zitationshilfe
„Prominenz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Prominenz>.

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