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Proporzdenken, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Worttrennung Pro-porz-den-ken
Wortzerlegung Proporz -denken
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bildungssprachlich, meist abwertend Auffassung, nach der Ämter, Sitze nach einem Proporz vergeben werden müssen

Verwendungsbeispiele für ›Proporzdenken‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es war ein quälendes, manchmal beschämendes Schauspiel puren Proporzdenkens gewesen. [Die Zeit, 22.11.1985, Nr. 48]
Dies befriedigt zwar das nationale Proporzdenken, hemmt jedoch den dringend notwendigen Abbau der EU‑Bürokratie. [Süddeutsche Zeitung, 13.12.1996]
Deswegen müssen sie sich reformieren und öffnen, Hierarchien abbauen und das Proporzdenken zurückdrängen. [Süddeutsche Zeitung, 30.12.1994]
Aber intern werden alle Personalentscheidungen noch immer in diesem überholten Proporzdenken getroffen. [Die Zeit, 03.06.2008, Nr. 23]
Doch der neue RAI‑Verwaltungsrat hielt dem entgegen, daß damit das alte Proporzdenken wieder eingeführt würde. [Süddeutsche Zeitung, 26.10.1996]
Zitationshilfe
„Proporzdenken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Proporzdenken>.

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