Provenienz, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Provenienz · Nominativ Plural: Provenienzen
Aussprache 
Worttrennung Pro-ve-ni-enz
Wortbildung  mit ›Provenienz‹ als Erstglied: ↗Provenienzforschung · ↗Provenienzrecherche
Herkunft zu prōvenīrelat ‘aus etw. hervorgehen, hervorkommen, entstehen’
eWDG, 1974

Bedeutung

gehoben Ursprung, Herkunft
Beispiele:
Waren, Produkte ausländischer Provenienz
die Provenienz eines Wortes
Baudenkmale bürgerlicher Provenienz [ Dt. Literaturzeitg.1962]
Man forschte aber nach der Provenienz des Geldes [ Kisch2,1,45]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Provenienz f. ‘Herkunft, Ursprung’, Bildung der Kaufmannssprache zu lat. prōvenīre ‘aus etw. hervorgehen, hervorkommen, entstehen’ (Part. Präs. prōveniēns), zunächst (1. Hälfte 19. Jh.) mit der (heute unüblichen) Bedeutung ‘Ertrag, Gewinn’, seit der Mitte des 19. Jhs. zur Angabe der Herkunft von Qualitätswaren.

Thesaurus

Synonymgruppe
Abstammung · ↗Elternhaus · ↗Geburt · ↗Herkommen · ↗Herkunft · Provenienz · ↗Ursprung  ●  ↗Abkunft  geh. · Wurzeln  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Provenienz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Provenienz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Provenienz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

So what, möchte man sagen, dann lesen wir eben in Gottes Namen einen Roman nicht herkömmlicher Provenienz.
Die Zeit, 12.09.2011, Nr. 37
Tatsächlich aber ist er alles andere als ein Maler französischer Provenienz.
Der Tagesspiegel, 04.03.2002
Die spezifischen Mittel der soteriologischen Heilsmethodik sind in ihrer raffiniertesten Entwicklung fast alle indischer Provenienz.
Weber, Max: Wirtschaft und Gesellschaft. In: Weber, Marianne (Hg.), Grundriß der Sozialökonomik, Tübingen: Mohr 1922 [1909-1914, 1918-1920], S. 299
Wichtig gerade bei dem jungen amerikanischen Besitz sind die nicht seltenen Angaben über die Provenienz der Handschriften.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1937, S. 148
Er zeigt die gleiche Anlage wie sein Vorgänger, d. h. er verzeichnet die neumärkischen Bestände nach der Provenienz.
Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1928, S. 901
Zitationshilfe
„Provenienz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Provenienz>, abgerufen am 15.01.2021.

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