Provokation, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Provokation · Nominativ Plural: Provokationen
Aussprache 
Worttrennung Pro-vo-ka-ti-on
Wortzerlegung provozieren -ation
Wortbildung  mit ›Provokation‹ als Letztglied: Grenzprovokation · Kriegsprovokation
Herkunft aus gleichbedeutend prōvocātiōlat (lang)
eWDG

Bedeutung

abwertend Aufreizung zu unbedachten Handlungen, Herausforderung, Aufwiegelung
Beispiele:
eine dreiste, beleidigende, politische Provokation
die Provokationen des Gegners abwehren
auf eine Provokation antworten
wer waren die Hintermänner dieser Provokation?
Die Streikleitung beschuldigte die Polizei der Provokation [ WeiskopfAbschied v. Frieden1,595]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

provozieren · Provokation · provokatorisch · Provokateur
provozieren Vb. ‘herausfordern, reizen, zu einer (unbedachten) Handlung veranlassen’, entlehnt (1. Hälfte 16. Jh.) aus lat. prōvocāre (prōvocātum) ‘hervor-, herausrufen, auffordern, reizen’ (vgl. lat. vocāre ‘rufen’). Provokation f. ‘Herausforderung’ (Mitte 16. Jh.), aus gleichbed. lat. prōvocātio (Genitiv prōvocātiōnis). provokatorisch Adj. ‘herausfordernd, zu unbedachten Handlungen aufreizend’ (Mitte 19. Jh.); vgl. lat. prōvocātōrius ‘zur Herausforderung gehörig, hervorlockend’. Provokateur m. ‘wer zu unbedachten Handlungen herausfordert, Aufwiegler, Spitzel’ (1. Hälfte 19. Jh.), mfrz. frz. provocateur ‘Aufwiegler’, adjektivisch (ebenfalls aus dem Frz.) Agent provocateur ‘Polizeispitzel, der Verdächtige zu unbedachten Handlungen ermuntert’; vgl. lat. prōvocātor ‘Herausforderer (zum Kampf)’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Provokation · Reizung
Synonymgruppe
Herausforderung · Provokation
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Provokation‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Provokation‹.

Verwendungsbeispiele für ›Provokation‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Provokation wird, trotz des Grauens, das sie täglich produziert, nicht angenommen. [Sinn und Form, 1985, Nr. 2, Bd. 37]
Nur das energische Einschreiten des Vaters brachte ihn von weiteren Provokationen ab. [Kraus, Hans-Joachim: Israel. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 17903]
Das ist ein Plan einer schändlichen Provokation, der, wie Sie wissen, durchgeführt wurde. [o. A.: Fünfundfünfzigster Tag. Samstag, den 9. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 7317]
In den achtziger Jahren sind Sie mit härteren Provokationen bekannt geworden. [Der Spiegel, 08.06.1998]
Die schnelle Provokation hatten sie bereits in den Siebzigern fleißig eingeübt. [Die Zeit, 18.03.1999, Nr. 12]
Zitationshilfe
„Provokation“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Provokation>.

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