Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Pudding, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puddings · Nominativ Plural: Puddings/Puddinge
Aussprache 
Worttrennung Pud-ding
Wortbildung  mit ›Pudding‹ als Erstglied: Puddingform · Puddingpulver  ·  mit ›Pudding‹ als Letztglied: Brotpudding · Fischpudding · Fleischpudding · Gemüsepudding · Glibberpudding · Grießpudding · Karamellpudding · Reispudding · Schokoladenpudding · Vanillepudding · Wackelpudding
Mehrwortausdrücke  um den Pudding fahren
Herkunft aus gleichbedeutend puddingengl
eWDG

Bedeutungen

1.
kalte Süßspeise, die aus Stärkemehl oder Grieß, Milch, Zucker und verschiedenen Gewürzen zubereitet wird, Flammeri
Beispiele:
als Nachtisch gab es Pudding mit Himbeersaft
den erkalteten Pudding stürzen
umgangssprachlich, scherzhafter ist hart wie Pudding (= er gibt leicht nach)
übertragen
Beispiel:
saloppauf den Pudding hauen (= heftig aufbegehren)
2.
Speise aus Mehl, Milch, Eiern, Butter und wahlweise Brot, Fleisch, Fisch oder Gemüse
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pudding m. ‘(im Wasserbad gekochtes) Gericht aus Mehl, Fleisch, Fisch oder Gemüse’, auch ‘eine Art Serviettenkloß’, dann ‘Kuchen, Süßspeise mit Früchten und Mandeln’, in neuerer Zeit vornehmlich ‘(kalt servierte) Mehlsüßspeise’, Übernahme (Ende 17. Jh.) von gleichbed. engl. pudding, auch ‘Wurst’ (vgl. black pudding ‘Blutwurst’); vorauf geht mengl. poding, puddyng ‘Wurst, Magen, Eingeweide’. Herleitung aus afrz. bodin ‘Wurst’ (frz. boudin ‘Blutwurst, Wulst’), das nach FEW 1, 420 ff. ein lautmalendes bod- ‘Aufgedunsenes, Wulstiges’ zur Grundlage hat, vgl. afrz. bodine ‘Nabel, Bauch’, frz. bedaine ‘Bauch, Wanst’, mfrz. frz. bouder ‘schmollen’ u. a., ist nicht gesichert. Zahlreiche frühe Varianten wie Püdding, Poding, Potting, Boding lassen auf mündliche Übernahme schließen. Die heute übliche Form tritt seit 1720 auf und bezeichnet zunächst einen in einem Leinentuch gekochten Mehlkloß.

Thesaurus

Synonymgruppe
Brei · Creme · Mus · Pudding · breiige Masse  ●  Pampe  derb
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Pudding‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pudding‹.

Apokalypse Prälat essen frankfurter halbflüssige kochen nageln schmecken

Verwendungsbeispiele für ›Pudding‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es wurde ein leicht zu bereitender kalter Pudding für heute ausgesucht. [Viersbeck, Doris: Erlebnisse eines Hamburger Dienstmädchens. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1910], S. 8111]
Er liegt also nicht mehr im Pudding vergraben, hundert Jahre nach Marx. [Die Zeit, 11.04.1997, Nr. 16]
Dort aß sie einen Pudding, in dem ein Teil der tödlichen Medizin gelöst war. [Die Zeit, 20.09.1996, Nr. 39]
Für diesen Künstler ist es kein Problem, selbst einen Pudding an die Wand zu nageln. [Die Zeit, 06.02.2012, Nr. 06]
Warum haben sie auf dem heißen Pudding vor dem Kaltstellen kein geschlagenes Eiweiß verteilt? [Die Zeit, 17.01.2011, Nr. 03]
Zitationshilfe
„Pudding“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pudding>.

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