Puffer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puffers · Nominativ Plural: Puffer
Aussprache 
Worttrennung Puf-fer
Wortbildung  mit ›Puffer‹ als Erstglied: Pufferbatterie · Pufferscheibe · Pufferspeicher · Pufferstaat · Pufferzone
 ·  mit ›Puffer‹ als Letztglied: Datenpuffer  ·  mit ›Puffer‹ als Grundform: puffern
eWDG

Bedeutung

Vorrichtung an beiden Enden eines Schienenfahrzeuges zum Auffangen von Stößen
bildlich
Beispiel:
[…] zwischen ihr selbst und der Welt bleiben aber von nun ab lebendige Puffer eingeschaltet, ein Privatsekretär und Unterbeamte, die […] alle peinlichen Verhandlungen von ihr weghalten […] [ St. ZweigHeilung207]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff · puffen · Puffer1 · Pufferstaat · Puffer2
Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. büffen, puffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer1 m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer2 m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.

Typische Verbindungen zu ›Puffer‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Puffer‹.

Verwendungsbeispiele für ›Puffer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Durch Aufeinanderschichten der gebratenen Puffer werden die Ränder wieder weich. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 57]
Daher empfiehlt es sich, hier erst einmal einen eigenen Puffer mit allen zur Nummer gehörenden Bytes aufzubauen. [C't, 2001, Nr. 4]
Die Struktur dieses Puffers ist spezifisch für das jeweilige Gerät. [C't, 1999, Nr. 9]
Während ein Gerät sendet, sammeln die anderen Daten in ihren Puffern. [C't, 1998, Nr. 1]
Je höher diese ist, um so größer muß der Puffer sein. [C't, 1997, Nr. 2]
Zitationshilfe
„Puffer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Puffer#1>.

Weitere Informationen …

Puffer, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puffers · Nominativ Plural: Puffer
Aussprache 
Worttrennung Puf-fer
Wortbildung  mit ›Puffer‹ als Letztglied: Kartoffelpuffer
eWDG

Bedeutung

landschaftlich Kartoffelpuffer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff · puffen · Puffer1 · Pufferstaat · Puffer2
Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. büffen, puffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer1 m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer2 m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.

Typische Verbindungen zu ›Puffer‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Puffer‹.

Verwendungsbeispiele für ›Puffer‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Durch Aufeinanderschichten der gebratenen Puffer werden die Ränder wieder weich. [o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 57]
Daher empfiehlt es sich, hier erst einmal einen eigenen Puffer mit allen zur Nummer gehörenden Bytes aufzubauen. [C't, 2001, Nr. 4]
Die Struktur dieses Puffers ist spezifisch für das jeweilige Gerät. [C't, 1999, Nr. 9]
Während ein Gerät sendet, sammeln die anderen Daten in ihren Puffern. [C't, 1998, Nr. 1]
Je höher diese ist, um so größer muß der Puffer sein. [C't, 1997, Nr. 2]
Zitationshilfe
„Puffer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Puffer#2>.

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