Puffer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puffers · Nominativ Plural: Puffer
Aussprache
WorttrennungPuf-fer
Wortbildung mit ›Puffer‹ als Erstglied: ↗Pufferspeicher · ↗Pufferstaat · ↗Pufferzone
 ·  mit ›Puffer‹ als Letztglied: ↗Datenpuffer  ·  mit ›Puffer‹ als Grundform: ↗puffern
eWDG, 1974

Bedeutung

Vorrichtung an beiden Enden eines Schienenfahrzeuges zum Auffangen von Stößen
bildlich
Beispiel:
zwischen ihr selbst und der Welt bleiben aber von nun ab lebendige Puffer eingeschaltet, ein Privatsekretär und Unterbeamte, die ... alle peinlichen Verhandlungen von ihr weghalten [St. ZweigHeilung207]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff · puffen · Puffer1 · Pufferstaat · Puffer2
Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. büffen, puffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer1 m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer2 m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.

Thesaurus

Computer
Synonymgruppe
Cache · Cache-Memory · Cachespeicher · ↗Datenpuffer · Puffer · ↗Pufferspeicher · ↗Zwischenablage · ↗Zwischenspeicher
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Freiraum · ↗Handlungsspielraum · ↗Platz · Puffer · ↗Spielraum  ●  ↗Luft  ugs. · Raum zum Atmen  ugs.
Eisenbahn
Synonymgruppe
Prellbock · Puffer · Pufferwehr
Assoziationen
  • totes Gleis  ●  Blindgleis  fachspr. · Kopfgleis  fachspr. · ↗Sackgleis  fachspr. · Stumpengleis  fachspr., schweiz. · Stumpfgleis  fachspr. · Stutzgleis  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Byte Daten Friedenstruppe Hauptspeicher Israeli Krisenzeit Krisis Lok Meter Puffer Sicherheitszone Speicher Waggon Wechselkurs Zeiger aufbrauchen aufzehren backen einbauen eingebaut einplanen elastisch fungieren integriert intern stationieren statisch zeitlich Überlauf Überstunde

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Puffer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch dieser Puffer reicht offenbar angesichts der stark gestiegenen Nachfrage nicht mehr aus.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2003
Es kann aber auch nicht sein, daß man auf Dauer so tut, als könne man die anderen Regionen als Puffer benutzen.
Die Zeit, 20.01.1999, Nr. 03
Durch Aufeinanderschichten der gebratenen Puffer werden die Ränder wieder weich.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 57
Rufe vom Rangierpersonal mischten sich mit dem metallischen Klang zusammenprallender Puffer.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 950
Der alte Betrieb hat den Puffer der Quasirente, vor allem aber regelmäßig angesammelte Reserven.
Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 344
Zitationshilfe
„Puffer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Puffer#1>, abgerufen am 11.11.2019.

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Puffer, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puffers · Nominativ Plural: Puffer
Aussprache
WorttrennungPuf-fer
Wortbildung mit ›Puffer‹ als Letztglied: ↗Kartoffelpuffer
eWDG, 1974

Bedeutung

landschaftlich Kartoffelpuffer
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Puff · puffen · Puffer1 · Pufferstaat · Puffer2
Puff m. ‘Stoß, Schlag, dumpfer Schall’, frühnhd. buf (15. Jh.), puff (16. Jh.) ist wie mnd. puf, buff, mnl. bof, buf, boffe, buffe, nl. bof, pof, engl. (älter) buff eine lautnachahmende Bildung (vgl. die Interjektion puff und ablautend piff paff puff) für dumpfe Geräusche und für Schalleindrücke, wie sie bei stoßartig entweichender Luft entstehen (vgl. kindersprachlich Puff-puff ‘Eisenbahn’). Dazu mhd. (westmd.) buffe f. ‘Aufblähen des Mundes, der Backen’, frühnhd. buf m. (15. Jh.), dann ‘Bausch an der Kleidung’ (16. Jh.; vgl. Puffärmel 19. Jh.), Puffe f. ‘etw. Bauschiges’ (18. Jh.), ferner (wohl nach frz. pouf ‘gepolsterter runder Hocker’, einer Scherzbildung zum entsprechenden Schallwort frz. pouf) Puff ‘gepolstertes Kissen, Behälter für schmutzige Wäsche, meist mit gepolstertem Sitz’ (19. Jh.). Puff n. ‘Brettspiel mit Würfeln’ (wohl nach dem Geräusch der aufschlagenden Würfel), mhd. buf m. Aus verhüllenden Wendungen wie hat … mit ir anfahen im pret zu spilen (16. Jh.), dann etwa mit einer Dame Puff spielen entwickelt sich Puff m. ‘Bordell’ (18. Jh.), wohl unter Einfluß von puffen (s. unten), das landschaftlich auch (wie stoßen, bumsen) für ‘mit jmdm. schlafen’ steht. puffen Vb. ‘(an)stoßen, schlagen’, frühnhd. büffen, puffen ‘schlagen, stoßen’ (16. Jh.), dann auch ‘(durch stoßartig entweichende Luft) einen dumpfen Knall von sich geben’ (Anfang 16. Jh.; dazu Auspuff ‘Rohr, aus dem die Abgase auspuffen, entweichen’, Anfang 20. Jh.), vgl. mhd. an buffen ‘bellen, anschlagen’; ferner ‘bauschen, kräuseln’ (Ende 15. Jh.). Puffer1 m. federnde Vorrichtung zum Auffangen von Stößen an Schienenfahrzeugen (19. Jh.), engl. buffer; zuvor ‘Knallbüchse, Pistole’ (2. Hälfte 17. Jh.); dazu Pufferstaat m. ‘kleiner Staat, der durch seine Lage zwischen Großmächten Konfliktmöglichkeiten vermindern kann’ (60er Jahre 19. Jh.), nach gleichbed. engl. buffer state. Puffer2 m. (landschaftlich auch Puffert) aus einem Teig von geriebenen rohen Kartoffeln in heißem Fett gebackener flacher, dünner Kuchen, Kartoffelpuffer (19. Jh.), benannt nach dem puffenden Geräusch beim Backen.

Thesaurus

Computer
Synonymgruppe
Cache · Cache-Memory · Cachespeicher · ↗Datenpuffer · Puffer · ↗Pufferspeicher · ↗Zwischenablage · ↗Zwischenspeicher
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Freiraum · ↗Handlungsspielraum · ↗Platz · Puffer · ↗Spielraum  ●  ↗Luft  ugs. · Raum zum Atmen  ugs.
Eisenbahn
Synonymgruppe
Prellbock · Puffer · Pufferwehr
Assoziationen
  • totes Gleis  ●  Blindgleis  fachspr. · Kopfgleis  fachspr. · ↗Sackgleis  fachspr. · Stumpengleis  fachspr., schweiz. · Stumpfgleis  fachspr. · Stutzgleis  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Byte Daten Friedenstruppe Hauptspeicher Israeli Krisenzeit Krisis Lok Meter Puffer Sicherheitszone Speicher Waggon Wechselkurs Zeiger aufbrauchen aufzehren backen einbauen eingebaut einplanen elastisch fungieren integriert intern stationieren statisch zeitlich Überlauf Überstunde

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Puffer‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Doch dieser Puffer reicht offenbar angesichts der stark gestiegenen Nachfrage nicht mehr aus.
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2003
Es kann aber auch nicht sein, daß man auf Dauer so tut, als könne man die anderen Regionen als Puffer benutzen.
Die Zeit, 20.01.1999, Nr. 03
Durch Aufeinanderschichten der gebratenen Puffer werden die Ränder wieder weich.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 57
Rufe vom Rangierpersonal mischten sich mit dem metallischen Klang zusammenprallender Puffer.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 950
Der alte Betrieb hat den Puffer der Quasirente, vor allem aber regelmäßig angesammelte Reserven.
Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 344
Zitationshilfe
„Puffer“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Puffer#2>, abgerufen am 11.11.2019.

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