Pult, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Pult(e)s · Nominativ Plural: Pulte
Aussprache
Wortbildung mit ›Pult‹ als Erstglied: ↗Pultdach  ·  mit ›Pult‹ als Letztglied: ↗Arbeitspult · ↗Bedienungspult · ↗Betpult · ↗Dirigentenpult · ↗Klapp-Pult · ↗Klapppult · ↗Klöppelpult · ↗Lesepult · ↗Mischpult · ↗Musikpult · ↗Notenpult · ↗Rednerpult · ↗Regiepult · ↗Richterpult · ↗Schaltpult · ↗Schreibpult · ↗Sitzpult · ↗Stehpult · ↗Vortragspult
eWDG, 1974

Bedeutung

hohes, tischartiges Möbelstück, Gestell mit schräger Fläche oder auf einen Tisch zu stellender schräger Aufsatz, an dem gelesen, geschrieben wird
Beispiele:
am Pult sitzen und schreiben, lesen
der Lehrer stand an, hinter seinem Pult
ein Buch, Schriftstück aufs Pult legen, stellen
gehobenam Pult steht (= es dirigiert) der berühmte Meisterdirigent
Nach dem Oberbürgermeister trat er selber hinter das Pult und redete [NossackNovember8]
Notenständer
Beispiel:
die Noten aufs Pult legen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pult n. ‘tischartiges Gestell mit schräger Fläche’ (zum Auflegen von Papieren, Büchern, Noten). Aus lat. pulpitum ‘Brettergerüst (für öffentliche Darstellungen und Vorlesungen), Schaubühne’ wird spätmhd. pulpit, pulpet ‘(Lese-, Schreib)pult’ (14. Jh.) entlehnt. Volksetymologische Eindeutschung der zweiten Silbe bzw. verdeutlichende Zusammensetzung führen im 16. Jh. zu Formen wie Pullbrett, Pultbret, Pultbrett. Allgemein aber wird pulpet, pulpt schon im 16. Jh. zu Pult verkürzt. Doch hält sich daneben Pulpet bis ins 18., im Nd. vereinzelt bis ins 19. Jh.

Thesaurus

Synonymgruppe
Pult · ↗Schreibtisch · ↗Sekretär
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auktionator BSO DSO Dirigent Festspielorchester Hammer Konzertmeister Maestro Museumsorchester NDR-Sinfonieorchester Opernorchester Orchester Partitur Philharmonie Philharmoniker Pult RSB Redner Regler Rundfunk-Sinfonieorchester Sinfonie-Orchester Staatskapelle Staatsorchester Symphonie-Orchester Symphonieorchester Symphoniker Taktstock Wasserglas hinter philharmonisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pult‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Eine uniformierte Frau sah von einer Art gläsernem Pult auf uns herab.
Süddeutsche Zeitung, 18.12.1999
Doch der inbrünstige Mann am Pult schlägt völlig unbeeindruckt weiter.
Der Tagesspiegel, 21.10.1998
Bei der Lektüre ließ sich der C. bequem auf ein Pult legen.
o. A.: Lexikon der Kunst - C. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 20707
Ein Mantel bedeckte ihn, die Ärmel auf dem Pult, dazwischen ein aufgeschlagenes Buch.
Witkowski, Georg: Von Menschen und Büchern, Erinnerungen 1863-1933. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1938], S. 4672
An diesem Pulte, das die Nummer Elf hatte, schrieb ich meinen ersten Brief.
Ganghofer, Ludwig: Lebenslauf eines Optimisten. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1911], S. 18107
Zitationshilfe
„Pult“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pult>, abgerufen am 06.12.2019.

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