Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Purismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Purismus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Pu-ris-mus
Wortzerlegung pur -ismus
Wortbildung  mit ›Purismus‹ als Grundform: puristisch
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutungen

1.
Sprachwissenschaft übertriebenes Streben nach Reinigung der Sprache von fremden Wörtern
2.
Kunstgeschichte Richtung in der Baukunst des 20. Jahrhunderts, die auf alle Zutaten farbiger und ornamentaler Gestaltung verzichtet
3.
Kunstgeschichte Bewegung in der Denkmalspflege, besonders des 19. Jahrhunderts, die bestrebt ist, die Stilreinheit von Kunstwerken durch Beseitigung der Veränderungen späterer Stilepochen wiederherzustellen

Typische Verbindungen zu ›Purismus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Purismus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Purismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Der spätere Kampf um den Ausdruck ist fast nur ein Kampf des Purismus. [Mauthner, Fritz: Wörterbuch der Philosophie. In: Bertram, Mathias (Hg.) Geschichte der Philosophie, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1910], S. 27214]
Dabei haftet seinen Bildern nie der sakrale Geruch des Purismus an. [Die Zeit, 09.09.1999, Nr. 37]
So konservativ dieser Purismus auch scheint, unter der schlichten Oberfläche verbergen sich beispiellose Innovationen. [Die Zeit, 26.02.2007, Nr. 09]
Was ihn aber von vielen so unterscheidet, ist sein Purismus. [Die Zeit, 01.03.1982, Nr. 09]
Und wir konzentrieren uns diesen Winter wieder auf edlen Purismus. [Süddeutsche Zeitung, 25.09.1997]
Zitationshilfe
„Purismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Purismus>.

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