Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Puritanismus, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Puritanismus · wird nur im Singular verwendet
Aussprache 
Worttrennung Pu-ri-ta-nis-mus
Herkunft Latein
eWDG

Bedeutung

kirchlich-politische Reformbewegung in England seit etwa 1565, die im Sinne Calvins die Wiederherstellung der Reinheit der biblischen Lehre in der anglikanischen Kirche und ein sittenstrenges persönliches Leben erstrebte
übertragen äußerste Sittenstrenge
Beispiel:
Ich würde es für Affektiertheit halten, wenn ich einen Puritanismus zur Schau trüge, den ich in meinen Schriften ablehne [ RathenauBriefe2,133]

Typische Verbindungen zu ›Puritanismus‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Puritanismus‹.

Verwendungsbeispiele für ›Puritanismus‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

An bildender Kunst hat der Puritanismus vielleicht nicht allzuviel zu unterdrücken vorgefunden. [Weber, Max: Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus. In: Weber, Marianne (Hg.) Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1920], S. 177]
Er stellte den bornierten Puritanismus der herrschenden wahhabitischen Lehre bloß. [Die Zeit, 24.02.2005, Nr. 09]
So paradox es klingt, es ist nahezu ein Puritanismus in dem Stück. [Die Zeit, 01.02.1954, Nr. 05]
In ihnen setzte er sich oft mit dem englischen Puritanismus auseinander. [Süddeutsche Zeitung, 22.03.1997]
Wie gegenüber den früheren Aufsätzen über den Puritanismus oft behauptet wurde. [Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 601]
Zitationshilfe
„Puritanismus“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Puritanismus>.

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