Pute, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Pute · Nominativ Plural: Puten
Aussprache 
Worttrennung Pu-te (computergeneriert)
Wortbildung  mit ›Pute‹ als Erstglied: ↗Putenfleisch · ↗Putenklein

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. Truthenne
  2. 2. [salopp, abwertend] alberne, dumme weibliche Person
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Truthenne
Beispiele:
auf diesem Bauernhof gab es ein paar Puten
zu Weihnachten briet sie eine Pute
2.
salopp, abwertend alberne, dumme weibliche Person
Beispiele:
diese Frau ist eine aufgeblasene Pute
sie ist eine (ganz) dumme, dämliche Pute
Seine bräunliche Mannespracht ... war Gegenstand der Schwärmerei aller Mädchen und Frauen der Gesellschaft, der Verhimmelung durch Gänse und Puten [ Th. MannBetrogene9,938]
In höchster Not packte sie Therese am Arm. »Schrei doch, du Pute!« beschwor sie sie stimmlos [ Feuchtw.Narrenweisheit147]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Pute · Puter · puterrot
Pute f. Puter m. (16. Jh.) Die aus dem Nd. stammenden Bezeichnungen für ‘Truthenne’ bzw. ‘Truthahn’ sind Bildungen zu einem den Lockruf der Truthenne (und des Huhns) nachahmenden put, put, nd. auch pūt, pūt. In abschätzigem Sinne steht Pute, ähnlich wie (dumme) Gans, für eine ‘alberne, dumme weibliche Person’ (18. Jh.). puterrot Adj. ‘sehr rot, knallrot im Gesicht’ (19. Jh.), nach den Fleischlappen des erregten Truthahns.

Thesaurus

Synonymgruppe
Pute · ↗Truthenne · ↗Truthuhn  ●  Trute  schweiz. · Kurrhenne  ugs.

Typische Verbindungen zu ›Pute‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Pute‹.

Verwendungsbeispiele für ›Pute‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In dem Stall mit 1400 Puten hatte sich das Virus innerhalb weniger Tage mit verheerendem Tempo ausgebreitet.
Die Zeit, 03.04.2006, Nr. 14
Meist kommt aber nur ein Männchen bei der Pute zum Zuge, die anderen Helfer müssen verzichten.
Die Welt, 08.03.2005
Sie war und blieb eben eine Pute vom Lande, mit der es nicht lohnte, sich weiter abzugeben.
Duncker, Dora: Großstadt. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1900], S. 15206
Eine Pute reicht im Durchschnitt für 5 bis 8 Personen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 106
Diese dumme Pute, was redet sie auf einmal für einen Unsinn, denke ich, am liebsten will ich doch bloß ins Bett!
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 298
Zitationshilfe
„Pute“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Pute>, abgerufen am 24.11.2020.

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