Qualm, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Qualm(e)s · Nominativ Plural: Qualme · wird meist im Singular verwendet
Aussprache
Wortbildung mit ›Qualm‹ als Erstglied: ↗Qualmwolke  ·  mit ›Qualm‹ als Letztglied: ↗Pfeifenqualm · ↗Pulverqualm
eWDG, 1974

Bedeutung

dicker, starker Rauch
Beispiele:
weißer, dichter, beißender Qualm
ein dicker Qualm hing in der Stube
der Schankraum, das Zimmer war voller Qualm
der Dampfer, die Dampflokomotive stieß starken Qualm aus
aus den Fenstern des brennenden Hauses drang Qualm
der Qualm einer Zigarre
die Schornsteine spien Qualm aus, schwarzen, undurchdringlichen Rauch [NollHolt2,307]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Qualm · qualmen · qualmig
Qualm m. ‘in dichten Schwaden aufwallender Rauch’, ein nd. Wort, seit dem 16. Jh. im Hd. Mnd. quallem ‘Dampf, Rauch’, nl. (aus dem Dt.) kwalm, mit m-Suffix im Sinne von ‘Hervorquellendes’ wohl zu mnd. quellen ‘(auf)quellen, dünn, locker werden, aufwallen vor Zorn, Schmerz’ (s. ↗quellen). qualmen Vb. ‘rauchen, Rauchschwaden bilden’, dann auch ‘übermäßig Tabak rauchen’ (17. Jh.). qualmig Adj. älter qualmicht ‘raucherfüllt, rauchig’ (17. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Qualm · ↗Rauch
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Dunst · Qualm

Typische Verbindungen
computergeneriert

Flamme Gestank Nichtraucher Quatsch Rauch Ruß Schornstein Staub Torfbrand Treppenhaus Zigarre aufsteigen aufsteigend beizend beißend dicht dick einatmen einhüllen ersticken giftig hüllen quellen stinkend süßlich vernebeln verpesten verziehen wabern ätzend

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Qualm‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf der Bank müsste er nicht den Qualm des Manager ertragen.
Bild, 16.06.2003
Ich habe niemals selber geraucht und fremder Qualm stört mich nicht einmal beim Essen.
Süddeutsche Zeitung, 03.04.1997
Die Frau schaute aus dem Qualm durch das aufgerissene Fenster.
Müller, Herta: Herztier, Reinbek: Rowohlt 1994, S. 182
Vor den kleinen verrauchten Fenstern schwelte ein dicker schwefeliger Qualm.
Bodenreuth, Friedrich [d.i. Jaksch, Friedrich]: Alle Wasser Böhmens fließen nach Deutschland, Berlin: Büchergilde Gutenberg 1938 [1937], S. 39
Wir sehen über den Dächern benachbarter Gebäude Brände auflodern, Rauch und Qualm liegt über den Häusern.
Killian, Hans: Auf Leben und Tod, München: Wilhelm Heyne Verlag 1976, S. 213
Zitationshilfe
„Qualm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Qualm>, abgerufen am 14.12.2019.

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