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Quarz, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Quarzes · Nominativ Plural: Quarze
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Quarz‹ als Erstglied: ↗Quarzader · ↗Quarzgang · ↗Quarzglas · ↗Quarzgut · ↗Quarzkristall · ↗Quarzlampe · ↗Quarzstein · ↗Quarzuhr · ↗quarzgenau
 ·  mit ›Quarz‹ als Letztglied: ↗Schwingquarz  ·  mit ›Quarz‹ als Grundform: ↗quarzig
eWDG, 1974

Bedeutung

sehr hartes, sprödes, in der festen Erdrinde am häufigsten vorkommendes, in reinem Zustand farbloses, meist aus sechsseitigen, regelmäßigen Prismen bestehendes Mineral
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Quarz · quarzig
Quarz m. hartes, sprödes, kristallines Mineral, omd. quarz (Böhmen, 1. Hälfte 14. Jh.). Die Herkunft der Bezeichnung ist ungewiß. Vielleicht handelt es sich um eine Nebenform mit anlautendem omd. qu- für obd. zw- (s. ↗quer) mit durch affektische Lautverschärfung entstandenem auslautendem -z (vgl. die Koseformen Heinz, Kunz) zu mhd. (md.) querch (s. ↗Zwerg), in dem Bergleute die Unbrauchbarkeit des Minerals für die Erzgewinnung Berggeistern zuschrieben (s. ↗Kobalt, ↗Nickel). Das Wort wurde in zahlreiche Sprachen entlehnt, vgl. nl. kwarts, engl. frz. quartz, ital. quarzo, schwed. kvarts, russ. kvarc (кварц). quarzig Adj. ‘aus Quarz bestehend, wie Quarz beschaffen’ (18. Jh.).

Thesaurus

Chemie, Geologie
Synonymgruppe
Quarz · Tiefquarz
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Chalcedon  fachspr., griechisch · ↗Chalzedon  fachspr., griechisch

Typische Verbindungen zu ›Quarz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Quarz‹.

Verwendungsbeispiele für ›Quarz‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Quarz, bestehend aus Kieselsäure oder Kieselerde, ist, in fast allen Felsarten als Gemengteil vorkommend, in jedem Ackerboden als Quarzsand sehr verbreitet.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 5
Viel Quarz ist darin, also ist es schwer zu bearbeiten.
Die Zeit, 08.12.1997, Nr. 49
Im Geschiebe (in der Moräne) sind größere und kleinere Granitbrocken, Feldspat und Quarz, auch Feuersteine eingestreut.
Annemarie Lange, Berliner Müggelsee Köpenick-Schmöckwitz-Erkner: Leipzig: VEB F.A. Brockhaus Verlag 1968, S. 34
Schliesslich bildet schon das Freiwerden widerstandsfähiger Minerale z. B. Quarz aus einem Gestein, das ausserdem zerstörbare Stoffe enthält, einen besonderen Fall der Verwitterung.
Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik, 1900, Bd. 32
Im Herzen Frankreichs bauten Kelten südlich von Limoges goldhaltiges Quarz ab.
o. A.: Fünf Fakten. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Zitationshilfe
„Quarz“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Quarz>, abgerufen am 06.06.2020.

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