Quitte, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Quitte · Nominativ Plural: Quitten
Aussprache
WorttrennungQuit-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Quitte‹ als Erstglied: ↗quittegelb · ↗quittengelb  ·  mit ›Quitte‹ als Letztglied: ↗Apfelquitte · ↗Birnenquitte · ↗Zwergquitte
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Baum oder Strauch mit gelblichen, aromatischen, apfelförmigen oder birnenförmigen Früchten, die besonders für Gelee geeignet sind
2.
Frucht von 1
Beispiel:
Quitten einmachen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Quitte f. zu den Rosengewächsen zählender Obstbaum und seine birnen- bzw. apfelähnliche Frucht. Ahd. quitina (um 1100), mhd. quiten, mnd. quēde, quedde, mnl. quēde, nl. kwee führen als Entlehnungen auf vlat. quidonea, ahd. kutina (9. Jh.), mhd. küten dagegen auf mlat. codonea, lat. cotōnea. Die lat. Formen bezeichnen als Sing. Fem. ebenso wie der Plur. Neutr. lat. cotōnea die Früchte des Baumes. Lat. (Sing.) cotōneum mālum entstammt entweder der gleichen Quelle wie der im folgenden genannte griech. Name oder ist (nur über etrusk. Vermittlung) ebenso wie lat. cydōnia (māla) entlehnt aus griech. kydṓnia (mā́la) (κυδώνια μᾶλα) ‘Quittenäpfel’, d. h. ‘Äpfel aus Kydonia’, einer Stadt an der Nordküste Kretas, die als Herkunftsgegend der Quittenäpfel angesehen wurde; in Wahrheit ist jedoch Asien die Heimat der Quitte. Vermutlich entstand der Name durch volksetymologische Identifizierung eines älteren kleinasiat. Namens mit der Stadt Kydōnía (Κυδωνία). Eine Nebenform ahd. kottana (10. Jh.), koʒʒana (um 1000) stammt aus lat. cottana Plur., griech. kóttana (κόττανα), eigentlich ‘kleine syrische Feigen’ (einem Lehnwort aus dem Semit.), das jedoch später mit lat. cotōnea (s. oben) vermischt wurde. Zu Einzelheiten vgl. Marzell 1, 1289 ff. und 1407.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Apfel Aprikose Aroma Birne Feige Frucht Hagebutte Johannisbeere Kürbis Pfirsich Pflaume Sanddorn Stilleben Williamsbirne duften gelb japanisch reif schneiden schälen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Quitte‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ein paar Kerne aufheben, sie geben später den Quitten beim Kochen eine rötliche Farbe.
Die Zeit, 23.04.2013, Nr. 17
Sie geben der gebratenen Quitte aber eine einladende, hellrote Farbe.
Der Tagesspiegel, 07.11.2004
Die Quitte will warmes, feuchtes, humusreiches Erdreich in frostfreien Lagen.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 146
Die Quitten abreiben, schälen und in Viertel oder Achtel teilen, dabei das Kernhaus entfernen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 160
Im dornigen Gestrüpp entfalteten sich die Blüten der japanischen Quitte.
Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand, Berlin: Neues Leben 1974, S. 438
Zitationshilfe
„Quitte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Quitte>, abgerufen am 14.10.2019.

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