Rätedemokratie, die

GrammatikSubstantiv (Femininum)
WorttrennungRä-te-de-mo-kra-tie
WortzerlegungRatDemokratie
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Form der direkten Demokratie, bei der alle Macht ohne Gewaltenteilung von Räten, Gremien ausgeübt wird, die aus gewählten, der Wählerschaft direkt verantwortlichen Vertretern bestehen

Thesaurus

Politik
Synonymgruppe
Rätedemokratie · Rätediktatur · ↗Räterepublik
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Iranische Sowjetrepublik · Persische Sozialistische Sowjetrepublik · Sowjetrepublik von Gilan
  • Bayerische Räterepublik · Münchner Räterepublik

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

In einer Rätedemokratie wird jeder frei sprechen, schreiben und forschen können.
Die Zeit, 10.06.1977, Nr. 24
Das Ausland hat nie großes Interesse an dieser betriebsverfassten Rätedemokratie gezeigt - und dadurch auch keinen Schaden genommen.
Der Tagesspiegel, 05.11.2000
Ziel ist der Aufbau einer direkten Rätedemokratie und die Verhinderung der Wahlen zur Nationalversammlung.
Süddeutsche Zeitung, 24.11.1999
Die meisten hatten gewiß noch nicht soviel über Sozialismus und Rätedemokratie theoretisiert wie ihre Wortführer.
Die Zeit, 26.04.1968, Nr. 17
Schon damals träumte er - ähnlich wie Wolfgang Harich ein Jahrzehnt davor - von der »zukünftigen Wiedervereinigung Deutschlands« auf der Basis einer erneuerten Rätedemokratie.
konkret, 1998
Zitationshilfe
„Rätedemokratie“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rätedemokratie>, abgerufen am 18.11.2019.

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