Rügebrauch

WorttrennungRü-ge-brauch
Duden GWDS, 1999

Bedeutung

Volkskunde bestimmte, an einen Brauch gebundene, inoffizielle Maßnahme, mit der eine gesellschaftliche Gruppe, eine Gemeinde ein ordnungs-, sittenwidriges Verhalten ihrer Mitglieder bestraft

Verwendungsbeispiele für ›Rügebrauch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Rügebräuche basieren auf selbst geregelter Rechtsfindung, nicht auf einer Tolerierung von Eigenmächtigkeit.
Die Zeit, 09.10.2000, Nr. 41
Neben der geschlechtsspezifischen Dynamik von Wirtshausschlägereien untersuchte die Ethnologin Rügebräuche aus dem 17. und 18. Jahrhundert, mit denen Streitereien innerhalb der dörflichen Gemeinschaft sanktioniert wurden.
Die Zeit, 11.12.2008, Nr. 50
Zitationshilfe
„Rügebrauch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/R%C3%BCgebrauch>, abgerufen am 23.02.2020.

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