Rabatte, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rabatte · Nominativ Plural: Rabatten
Aussprache 
Worttrennung Ra-bat-te
Wortbildung  mit ›Rabatte‹ als Letztglied: Buchsbaumrabatte · Rasenrabatte · Rosenrabatte · Zierrabatte
Herkunft aus gleichbedeutend rabatnl < rabatmnl, rebatmnl, robatmnl ‘Nut, Schlagbaum, gefältelter Streifen einer Gardine’ < rabatmfrz frz ‘Kragen, Halskrause’ < rabatreafrz, rabattrefrz ‘(wieder) herab-, niederschlagen, niederdrücken, abziehen, einen Preisnachlass gewähren’ (Rabatt)
eWDG

Bedeutung

zur Zierde angelegtes, schmales Beet mit niedrigen Blumen, Blattpflanzen oder auch Gras, das auch als Einfassung und Abgrenzung von Wegen und Rasenflächen dient
Beispiele:
eine Rabatte mit Rosen, Zinnien
bunte, große Rabatten
kreisrunde Rabatten zwischen gekiesten Wegen [ FusseneggerAntlitz85]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rabatte f. ‘schmales (Blumen)beet’, besonders als Einfassung von Wegen und Rasenflächen, entlehnt (Anfang 18. Jh.) aus gleichbed. nl. rabat. Die Bedeutung ‘schmales Gartenbeet’ hat die niederländische Gartenkunst aus mnl. rabat, rebat, robat ‘Nut, Schlagbaum, gefältelter Streifen einer Gardine’, nl. (älter) ‘schmaler, streifenartiger Saum an Kleidungsstücken, Umschlag, Aufschlag am Rock, Kragen’ entwickelt. Das Substantiv ist eine Übernahme von mfrz. frz. rabat ‘Kragen, Halskrause’, das in dieser Bedeutung im 17. Jh. auch ins Dt. entlehnt ist. Frz. rabat ist Deverbativum zu afrz. rabatre, frz. rabattre ‘(wieder) herab-, niederschlagen, niederdrücken, abziehen, einen Preisnachlaß gewähren’ (s. Rabatt).

Verwendungsbeispiele für ›Rabatte‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Durch wohlüberlegte Wahl und durch Zwischenpflanzung kann die Rabatte immer bunt blühen.
Böttner, Johannes: Gartenbuch für Anfänger, Frankfurt (Oder) u. a.: Trowitsch & Sohn 1944 [1895], S. 278
Auf der Rabatte, vor dem Haus blühen gelbe und blaue Stiefmütterchen.
Brief von Irene G. an Ernst G. vom 11.05.1941, Feldpost-Archive mkb-fp-0270
Es ist nicht zu tolerieren, wenn Abfälle ständig liegengelassen, frisch gepflanzte Beete und Rabatten nicht beachtet und geliehene Dinge achtlos verschlissen werden.
konkret, 2000 [1998]
Zwar blühen sie in schönen weißen Trichtern, aber diese Rabatte gehört nun einmal dem Phlox.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 85
Wie popelig erscheint mir auf einmal Annelieses Zwergengarten mit seinen kleindimensionierten Rabatten und dem winzigen Rasenstück!
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 86
Zitationshilfe
„Rabatte“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rabatte>, abgerufen am 05.12.2021.

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