Radi, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Radis · Nominativ Plural: Radi
Aussprache
WorttrennungRa-di
eWDG, 1974

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch Rettich
Beispiel:
Gemüse ... Salat und Radi [Tageszeitung1957]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Radieschen · Radi
Radieschen n. Rettichsorte mit kleinen, runden, roten oder weißen Wurzelknollen. Radi(e)s m. (bezeugt seit der 2. Hälfte des 17. Jhs.) ist eine Übernahme von gleichbed. nl. radijs. Dieses stammt aus mfrz. radice (frz. radis), einer Entlehnung von ital. radice ‘Wurzel, Radieschen’, das aus lat. rādīx (Genitiv rādīcis) ‘Wurzel, Rettich, Radieschen’ hervorgegangen ist (s. ↗Rettich). Radies behält nach fremdem Vorbild die Betonung auf der letzten Silbe bei, ist aber heute nur noch wenig üblich und durch die Verkleinerungsform Radieschen (Anfang 18. Jh.) verdrängt. Gleicher Herkunft, doch mit Beibehaltung von Länge und Betonung der ersten Silbe ist Radi m. bair. öst. ‘(großer) Rettich’ (19. Jh., sicher älter).

Thesaurus

Synonymgruppe
Rettich  ●  Radi  österr., bair.
Oberbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bier

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Radi‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei zweieinhalb Stunden Reden und Trinken, da ißt man ab und zu gerne ein wenig Radi.
Süddeutsche Zeitung, 27.09.1996
Die bissen den Aufsichtsratsvorsitzenden der Hacker-Pschorr-Brauerei schärfer als sein Radi.
Die Zeit, 15.07.1983, Nr. 29
Als Franz Beckenbauer anfing, war König Radi auf dem Gipfelpunkt seiner Macht.
Die Zeit, 05.12.1980, Nr. 50
Zitationshilfe
„Radi“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Radi>, abgerufen am 21.02.2019.

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