Ragout, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Ragouts · Nominativ Plural: Ragouts
Aussprache
WorttrennungRa-gout (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Ragout‹ als Letztglied: ↗Fischragout · ↗Geflügelragout · ↗Hammelragout · ↗Hasenragout · ↗Kalbsragout · ↗Nierenragout · ↗Pilzragout · ↗Rinderragout · ↗Rindsragout · ↗Schweineragout · ↗Schweinsragout
eWDG, 1974

Bedeutung

Gericht aus kleingeschnittenem, gekochtem Fleisch oder Fisch oder Gemüse mit stark gewürzter, pikanter, säuerlicher, bräunlicher Tunke
Beispiele:
ein Ragout aus Rindfleisch, Schweinefleisch
ein mit Ragout garniertes Steak
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Ragout · Ragout fin
Ragout n. ‘Gericht aus feingeschnittenem, gekochtem Fleisch (auch Fisch und Gemüse) mit gewürzter Soße’, Entlehnung (Mitte 17. Jh., häufiger erst seit dem 18. Jh.) von gleichbed. frz. ragoût m., eigentlich ‘appetitanregendes Gericht’, einer substantivischen Rückbildung von frz. ragoûter ‘den Gaumen reizen, den Appetit anregen’, das seinerseits zu frz. goût (afrz. gost, aus lat. gustus; s. ↗goutieren) ‘Geschmack, Geschmackssinn’ gebildet ist. Seit dem 18. Jh. auch in übertragenem Sinne von ‘Mischmasch, Durcheinander, Allerlei’. Ragout fin n. ‘aus besonders delikaten Zutaten bereitetes feines Ragout als Füllung von Pasteten oder in Muschelschalen überbacken’ (18. Jh.); vgl. frz. fin (s. ↗fein).

Thesaurus

Gastronomie/Kulinarik
Synonymgruppe
Ragout · ↗Ragout fin · ↗Würzfleisch
Oberbegriffe
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Frikassee Gulasch Pastete Salat Sauce Suppe essen fein füllen kochen servieren verarbeiten zubereiten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ragout‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Beim Verspeisen von verschiedenen Ragouts empfindet er jedes Mal ein anderes Vergnügen.
Die Welt, 22.01.2000
Also brate ich ein Ragout für 4 Personen etappenweise an.
Die Zeit, 05.08.1999, Nr. 32
Pasteten, Ragout fin, russische oder sonstige Eier lassen sich mühelos mit der Gabel allein verzehren.
Graudenz, Karlheinz u. Pappritz, Erica: Etikette neu, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1967 [1956], S. 366
Auf eine heiße Platte stürzen und in den Ring Gemüse, Pilze, Frikassee, Ragout, Gulasch oder dicke Soße füllen.
o. A.: Wir kochen gut, Leipzig: Verl. für d. Frau 1968 [1963], S. 148
Für Willem sind die Innereien, der Kopf und die Rippenlappen vom Ragout.
Bauer, Josef Martin: So weit die Füße tragen, Frankfurt a.M: Fischer 1960 [1955], S. 292
Zitationshilfe
„Ragout“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ragout>, abgerufen am 21.04.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Ragnarök
Raglanschnitt
Raglanmantel
Raglanärmel
Raglan
Ragout fin
Ragtime
Ragwurz
Rah
Rahe