Rahmenbedingung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rahmenbedingung · Nominativ Plural: Rahmenbedingungen
WorttrennungRah-men-be-din-gung
WortzerlegungRahmenBedingung
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

Bedingung (Lesart 2), die für etw. den äußeren Rahmen absteckt
Beispiele:
In den 2000er Jahren hätten schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die Deregulierung am Arbeitsmarkt sowie der wachsende Niedriglohnsektor die Entwicklung der Arbeitseinkommen gebremst. [Spiegel, 18.02.2015 (online)]
Es sei eine Bankrotterklärung der Sozial-, Familien-, Migrations- und Integrationspolitik, dass jeder dritte Unter-15-Jährige armutsgefährdet, jeder fünfte sogar materiell erheblich depriviert ist und jeder zweite Schüler Wiens außerhalb der Schule nicht die Unterrichtssprache spricht. Es sei an der Zeit, dass sich die Politik ein Bild davon macht, was Schule derzeit bedeutet, was Lehrerinnen und Lehrer unter beschämenden Rahmenbedingungen leisten. [Der Standard, 30.04.2015]
Wir wollen die politischen, rechtlichen und steuerlichen Rahmenbedingungen von Sponsoring verbessern und Sponsoring als Kommunikationsinstrument im Wettbewerb der Medien profilieren. [Die Zeit, 10.05.2012 (online)]
Wir helfen den Ländern, privates Kapital anzuziehen. Wir lehren sie, was Unternehmertum bedeutet, wie Joint-ventures funktionieren, wie sie die Rahmenbedingungen fürs Geldverdienen schaffen können. [Die Zeit, 22.03.1996, Nr. 13]
Wichtigste Rahmenbedingung der politischen Beziehungen zwischen den sozialistischen Staaten muß die absolute Unabhängigkeit jedes dieser Staaten sein. [Der Spiegel, 16.11.1987]
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die rechtlichen, steuerlichen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen; veränderte, verlässliche Rahmenbedingungen
als Akkusativobjekt: die Rahmenbedingungen verbessern, verschlechtern, abstecken
mit Genitivattribut: die Rahmenbedingungen des Mietwohnungsbaus, der Marktwirtschaft
in Koordination: Rahmenbedingungen und Voraussetzungen [für etw.]

Thesaurus

Synonymgruppe
Eigenschaft · ↗Faktor · ↗Gegebenheit · Rahmenbedingung · ↗Randbedingung · ↗Tatsache · ↗Umstand
Unterbegriffe
Synonymgruppe
Grundbedingung · Rahmenbedingung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Schaffung Verbesserung finanziell gesamtwirtschaftlich gesellschaftlich gesetzlich geändert günstig institutionell konjunkturell monetär optimal rechtlich schaffen schwierig stabil steuerlich stimmen ungünstig verbessern verbessert verläßlich verschlechtern verschlechtert verändern verändert weltwirtschaftlich wirtschaftlich wirtschaftspolitisch ökonomisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rahmenbedingung‹.

Zitationshilfe
„Rahmenbedingung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rahmenbedingung>, abgerufen am 19.03.2019.

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