Ramadan, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ramadan(s) · Nominativ Plural: Ramadane · wird selten im Plural verwendet
Aussprache  ['ʀamadaːn]
Worttrennung Ra-ma-dan
Herkunft aus gleichbedeutend ramaḍānarab (رمضان), wörtlich ‘der heiße Monat’
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

auf verschiedene Zeiten im Kalenderjahr fallender neunter Monat des islamischen Mondkalenders, in dem Muslime fasten   In der islamischen Tradition wurde in diesem Monat der Koran herabgesandt, er fordert zwischen Sonnenauf- und Untergang Verzicht auf Lebens- und Genussmittel, was in islamisch geprägten Ländern durchgesetzt wird.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: der moslemische, muslimische, islamische, heilige Ramadan
als Akkusativobjekt: Ramadan feiern
als Aktiv-/Passivsubjekt: der Ramadan beginnt, fällt [auf Mai, Juni], endet
in Präpositionalgruppe/-objekt: Fasten, Fastenbrechen im Ramadan
Beispiele:
Der Fastenmonat Ramadan fällt jedes Jahr auf einen anderen Zeitraum und dauert 29 oder 30 Tage. Er ist der neunte Monat im islamischen Kalender. Berechnet wird er nicht nach dem gregorianischen Kalender, sondern nach dem Mondkalender. Da das Mondjahr aber kürzer als das Sonnenjahr ist, verschiebt sich der Ramadan jedes Jahr einige Tage nach vorne. [Neue Westfälische, 27.04.2020]
Die Riten, der Anlass und die konkreten Inhalte dieser Feierlichkeiten stillen – jenseits der konkreten Bedeutungen der Feste – ähnliche menschliche Grundbedürfnisse, egal ob es sich um das Chinesische Neujahrsfest, Thanksgiving in den USA, den Ramadan in der islamischen Welt, das jüdische Lichterfest Chanukka oder eben Weihnachten handelt. [Süddeutsche Zeitung, 24.12.2020]
Doch während des Fastenmonats Ramadan, der für Moslems dem Gebet vorbehalten und in dem jede Gewalt untersagt ist, attackierten die Taliban unschuldige Menschen und kündigten weitere Angriffe auf afghanische Bürger und Regierungsmitglieder an. [Welt am Sonntag, 14.06.2020]
In dieser Woche wurde das Eid al-Fitr, das Fest am Ende des Ramadan, gefeiert. [Süddeutsche Zeitung, 28.05.2020]
Nach dem jüdischen Pessach und dem christlichen Ostern fällt mit dem Ramadan auch ein großes Fest der Muslime der [Corona-]Pandemie zum Opfer [Überschrift] [Frankfurter Rundschau, 21.04.2020]
In der islamischen Welt bestimmt augenblicklich der Fastenmonat Ramadan […] das Alltagsleben. Er ist der neunte Monat des islamischen Mondjahres[…]. Erster Tag des Ramadan war heuer der 5. August, letzter Tag ist der 3. September. Während des Ramadan sind vom Morgengrauen (sobald man einen weißen von einen schwarzen Faden unterscheiden kann) bis zum Sonnenuntergang Essen, Trinken und Rauchen sowie geschlechtliche Freuden untersagt. [Ramadan. In: Aktuelles Lexikon 1974–2000. München: DIZ 2000 [1978]]
Neben dem Glaubensbekenntnis stehen die weiteren »Säulen« (arkan) des I. (= Islam): das Pflichtgebet, das Almosengeben, das Fasten im Monat Ramadan, die Wallfahrt nach Mekka. [Schimmel, A.: Islam. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart. Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 15702]
Wie Lawrence von Arabien […] hoch oben auf seinem Kamelsattel thronend, schaukeln wir eingefangen von der Stille der Wüste in einer kleinen Karawane langsam vom Roten Meer ins Innere der Halbinsel. Eine karge Landschaft, in der es seit über zwei Ramadanen nicht mehr geregnet hat. [die tageszeitung, 28.11.1992] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Ramadan‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ramadan‹.

Zitationshilfe
„Ramadan“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ramadan>.

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