Rampe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rampe · Nominativ Plural: Rampen
Aussprache
WorttrennungRam-pe
Wortbildung mit ›Rampe‹ als Erstglied: ↗Rampenlicht · ↗Rampensau  ·  mit ›Rampe‹ als Letztglied: ↗Abfahrtsrampe · ↗Abschussrampe · ↗Auffahrtrampe · ↗Auffahrtsrampe · ↗Bühnenrampe · ↗Entladerampe · ↗Kipprampe · ↗Laderampe · ↗Orchesterrampe · ↗Raketenrampe · ↗Resterampe · ↗Startrampe · ↗Verladerampe · ↗Wagenrampe
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
schiefe Ebene zur Überwindung von Höhenunterschieden
a)
flach ansteigende Auffahrt vor Gebäuden mit höher liegendem Eingang, besonders vor repräsentativen Bauten
Beispiele:
die Rampe des Schlosses
eine Rampe vor dem Hotel, Rathaus
die zum Eingang des Palais führende Rampe
b)
mäßig steile Auffahrt, besonders bei Brücken, Tunneln
Beispiel:
eine verhältnismäßig steile Rampe vor der Brücke, vor dem Tunnel
c)
Auffahrt, an der Güterwagen, Lastwagen beladen und entladen werden, Laderampe, Verladerampe
Beispiel:
die Pakete, Kisten, Pferde wurden auf der Rampe verladen
2.
Theater vorderer, etwas erhöhter, zum Zuschauerraum hin gelegener Rand der Bühne, an dem innen das Rampenlicht zur Beleuchtung der Bühne von unten angebracht ist
Beispiele:
der Schauspieler trat an, vor die Rampe
die Sängerin wurde immer wieder an die Rampe gerufen
unter der Rampe spielte ein kleines Orchester
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rampe f. ‘flach ansteigende Auffahrt, Lade-, Verladebühne’, im Theater ‘erhöhter, zum Zuschauerraum hin gelegener Rand des Bühnenbodens’ (an dem innen das Rampenlicht angebracht ist), Übernahme (18. Jh.), zunächst als Ausdruck im Festungsbau für einen zum Geschütztransport angelegten ansteigenden Weg, von frz. rampe ‘Auffahrt, Steigung, Abhang, Geländer’, einer substantivischen Rückbildung zu afrz. frz. ramper ‘kriechen, sich schlängeln’, im Afrz. auch ‘klettern (mit Hilfe von Krallen)’, das selbst germ. Ursprungs ist und auf einer ablautenden Bildung zu dem in ahd. rimphan, mhd. rimphen ‘in Falten zusammenziehen, krümmen’ vorliegenden starken germ. Verb beruht (s. ↗rümpfen, ↗ramponieren). Als Bühnenwort erscheinen nhd. Rampe und Rampenlicht (wie frz. rampe) in der 1. Hälfte des 19. Jhs. Die Verteidigungs- und Raumfahrttechnik versteht unter Rampe eine ‘zum Abschuß militärischer oder wissenschaftlicher Flugobjekte errichtete Anlage’, vgl. Abschuß-, Raketen-, Startrampe (20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Auffahrt · ↗Ladebühne · Rampe · ↗Zufahrt

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufzug Birkenau Bühnenhintergrund Fahrstuhl Gaskammer Geländer Halfpipe Osteingang Podest Rollstuhlfahrer Rolltreppe Schräge Selektion Steg Steigung Treppe Vernichtungslager abfallend abschüssig ansteigend ausfahrbar behindertengerecht geschwungen hinauffahren hinaufführen hinaufgehen schräg selektieren spiralförmig steil

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rampe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Über diese Rampe rollte er auf dem Schlitten zuallererst die zwei Teile des Bettes.
Glavinic, Thomas: Die Arbeit der Nacht, München Wien: Carl Hanser Verlag 2006, S. 203
Die Arbeiten an der Rampe sollen spätestens bis zum 2.
Der Tagesspiegel, 16.07.2001
Und dann legen sie sich zum Sterben an die Rampe.
Süddeutsche Zeitung, 02.01.1999
Er sieht sich eben nicht gern an der Rampe des Lebens, das wäre viel zu aufregend.
Klemz, Willy: Praktische Menschenkunde, Düsseldorf: Greif 1963, S. 76
Jörn war die Rampe heruntergerutscht und lag mit dem Rücken im Gras.
Becker, Jürgen: Aus der Geschichte der Trennungen, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1999, S. 68
Zitationshilfe
„Rampe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rampe>, abgerufen am 23.10.2019.

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