Ramschverkauf, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Ramschverkauf(e)s · Nominativ Plural: Ramschverkäufe
WorttrennungRamsch-ver-kauf
WortzerlegungRamsch1Verkauf
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2017

Bedeutung

umgangssprachlich, abwertend Verkauf zu Schleuderpreisen
Beispiele:
Billig- und Ramschverkäufe nach Art der Wühltische dienen […] im Handel lediglich dazu, mehr Produkte und hier insbesondere auch Ladenhüter abzusetzen. [Süddeutsche Zeitung, 16.07.1994]
Ramschverkauf im App Store: 100 Apps für jeweils 99 Cent. [www.webrazzia.com, 01.03.2016]
Wenn sich […] ein Buch schlecht verkauft […], schicken die Buchhandlungen einen Teil der Bücher an den Verlag zurück. […] Die Verlage versuchen zunächst, die remittierten Bücher über sogenannte Ramschverkäufe loszuwerden. Die Verlage verkaufen die Restbestände an spezialisierte Firmen, welche die Bücher einlagern. Jede Buchhandlung kann bei diesen Firmen Bücher zu günstigen Preisen bestellen und sie entsprechend billig verkaufen, beispielsweise in »Grabbelkisten» vor dem Laden. [Neue Zürcher Zeitung, 09.07.2013]
Klingt nach Ramschverkauf, ist aber erste Ware: Vom »Rigoletto« bis zum »Requiem« und alles in bester Qualität aus der Mailänder Scala – ein Angebot, das niemand ablehnen sollte. [Spiegel, 08.07.2009 (online)]
Die Amerikaner, Agrar-Weltmacht Nummer eins, sehen es nicht gerne, daß die Europäer ihnen mit Ramschverkäufen die Weltmarktpreise verderben. [Die Zeit, 25.02.1999, Nr. 9]
Zitationshilfe
„Ramschverkauf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ramschverkauf>, abgerufen am 23.09.2019.

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