Rast, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rast · Nominativ Plural: Rasten
Aussprache
Wortbildung mit ›Rast‹ als Erstglied: ↗Rasthaus · ↗Rasthof · ↗Rastpause · ↗Rastplatz · ↗Raststätte · ↗Rasttag · ↗rastlos
 ·  mit ›Rast‹ als Letztglied: ↗Mittagsrast
eWDG, 1974

Bedeutung

Ruhepause, besonders während einer Wanderung, Reise
Beispiele:
eine kurze, lange, wohlverdiente, erholsame Rast halten
wir machten zwanzig Minuten Rast
wir können uns jetzt keine Rast gönnen
wir legten auf unserer Fahrt einen Tag Rast in B ein
die schöne Aussicht verlockte zur Rast
Unsere nächtlichen Rasten waren sehr kurz, denn wir wollten keine Zeit verlieren [Bergengr.Pelageja147]
gehoben ohne Rast und Ruhruhelos, unstet
Beispiele:
er führte ein Leben ohne Rast und Ruh
Immer zu! Immer zu! / Ohne Rast und Ruh! [GoetheRastlose Liebe1,63]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rast · Rüst(e) · rasten · rastlos · Unrast
Rast f. ‘Ruhepause’, ahd. rasta (9. Jh.), mhd. rast(e), asächs. rasta, mnd. rast(e), mnl. raste, (mit Umlaut) anord. rǫst ‘Ruhe(pause), das Verweilen, Wegstrecke, Meile’, schwed. rast ‘Rast, Ruhe, Pause’, got. rasta ‘Meile, Wegstrecke’ sowie daneben ahd. restī (8. Jh.), resta (9. Jh.) ‘das Verweilen’, mhd. rest(e) ‘Ruhe, Rast, Sicherheit, Ruhestätte, Grab’, asächs. resta, auch ‘Tod’, mnd. reste ‘Rast, Ruhe’, aengl. ræst, rest, engl. rest (germ. *rast(j)ō-) und (ablautend) mnd. roste, ruste, mnl. ruste, nl. rust ‘Ruhe, Rast, Pause’ (germ. *rust(j)ō-) gehören wie (ohne ableitenden Dental gebildetes) aengl. ærn, anord. rann, got. razn ‘Haus’ zu einer s-Erweiterung der unter ↗Ruhe (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *erə-, *rē- ‘ruhen’. Die alte Bedeutung ‘Wegstrecke, Meile’ bezeichnet die zwischen zwei Rastorten zurückgelegte Wegstrecke unterschiedlicher Länge. Ablautendes spätmhd. rust f., mnd. roste, ruste ‘Ruhe’ (s. oben) wird in die Literatursprache übernommen Rüst(e) f. ‘das Ausruhen, Weile, Ordnung’ (die Sonne geht zur Rüste ‘zur Ruhe’, 16. Jh.). rasten Vb. ‘Rast machen, (sich) ausruhen’, ahd. resten (8. Jh.), rastōn (9. Jh.), mhd. rasten, resten ‘ruhen’, asächs. restian, mnd. resten, rosten, aengl. ræstan, restan, engl. to rest ‘(aus)ruhen’ sind Ableitungen von den oben genannten Substantiven. rastlos Adj. ‘sich keine Ruhe gönnend, ruhelos, unermüdlich’ (17. Jh.). Unrast f. ‘Ruhe-, Rastlosigkeit, innere Unruhe’, mhd. unraste, unreste ‘Unruhe, Rast- und Ruhelosigkeit’.

Typische Verbindungen zu ›Rast‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Autobahn Dorf Flucht Gasthaus Gaststätte Gelegenheit Hütte Kranich Landschaft Parkplatz Rast Restaurant Ruhe See Tank Wald Wanderer Wanderung ausgiebig einladen einlegen empfehlen gönnen kurz laden lohnen niederlassen nächtlich verdient wohlverdient

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rast‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rast‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du machst Rast, zum ersten Mal, du bestehst nur aus Augen, überwältigt, von Schönheit durchflutet.
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2002
Eine Rast unter einem Schatten spendenden Baum ist aber immer möglich.
Die Welt, 13.07.2000
Er gedachte die Stadt nach kurzer Rast wieder zu verlassen.
Weber, O.: Calvin. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 9012
Doch auch für die kurze Rast sei diesen Wäldern Dank!
Heyking, Elisabeth von: Briefe, die ihn nicht erreichten. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5826
Ich hatte mir, auf meinem Bett liegend, eine Stunde der Rast gegönnt, denn ich war müde geworden.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 6113
Zitationshilfe
„Rast“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rast#1>, abgerufen am 23.01.2020.

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Rast, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rast · Nominativ Plural: Rasten
Aussprache
Wortbildung mit ›Rast‹ als Letztglied: ↗Sicherheitsrast
eWDG, 1974

Bedeutung

Technik Verriegelung, Sicherung, besonders an Hebeln, um sie in bestimmter Stellung arretieren zu können
Beispiel:
Diese wunderbare Spitze prüfte er, ließ die vier Widerhaken spielen, drückte sie zurück in ihre Rast [BartningErdball177]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rast · Rüst(e) · rasten · rastlos · Unrast
Rast f. ‘Ruhepause’, ahd. rasta (9. Jh.), mhd. rast(e), asächs. rasta, mnd. rast(e), mnl. raste, (mit Umlaut) anord. rǫst ‘Ruhe(pause), das Verweilen, Wegstrecke, Meile’, schwed. rast ‘Rast, Ruhe, Pause’, got. rasta ‘Meile, Wegstrecke’ sowie daneben ahd. restī (8. Jh.), resta (9. Jh.) ‘das Verweilen’, mhd. rest(e) ‘Ruhe, Rast, Sicherheit, Ruhestätte, Grab’, asächs. resta, auch ‘Tod’, mnd. reste ‘Rast, Ruhe’, aengl. ræst, rest, engl. rest (germ. *rast(j)ō-) und (ablautend) mnd. roste, ruste, mnl. ruste, nl. rust ‘Ruhe, Rast, Pause’ (germ. *rust(j)ō-) gehören wie (ohne ableitenden Dental gebildetes) aengl. ærn, anord. rann, got. razn ‘Haus’ zu einer s-Erweiterung der unter ↗Ruhe (s. d.) dargestellten Wurzel ie. *erə-, *rē- ‘ruhen’. Die alte Bedeutung ‘Wegstrecke, Meile’ bezeichnet die zwischen zwei Rastorten zurückgelegte Wegstrecke unterschiedlicher Länge. Ablautendes spätmhd. rust f., mnd. roste, ruste ‘Ruhe’ (s. oben) wird in die Literatursprache übernommen Rüst(e) f. ‘das Ausruhen, Weile, Ordnung’ (die Sonne geht zur Rüste ‘zur Ruhe’, 16. Jh.). rasten Vb. ‘Rast machen, (sich) ausruhen’, ahd. resten (8. Jh.), rastōn (9. Jh.), mhd. rasten, resten ‘ruhen’, asächs. restian, mnd. resten, rosten, aengl. ræstan, restan, engl. to rest ‘(aus)ruhen’ sind Ableitungen von den oben genannten Substantiven. rastlos Adj. ‘sich keine Ruhe gönnend, ruhelos, unermüdlich’ (17. Jh.). Unrast f. ‘Ruhe-, Rastlosigkeit, innere Unruhe’, mhd. unraste, unreste ‘Unruhe, Rast- und Ruhelosigkeit’.

Typische Verbindungen zu ›Rast‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Autobahn Dorf Flucht Gasthaus Gaststätte Gelegenheit Hütte Kranich Landschaft Parkplatz Rast Restaurant Ruhe See Tank Wald Wanderer Wanderung ausgiebig einladen einlegen empfehlen gönnen kurz laden lohnen niederlassen nächtlich verdient wohlverdient

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rast‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rast‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Du machst Rast, zum ersten Mal, du bestehst nur aus Augen, überwältigt, von Schönheit durchflutet.
Süddeutsche Zeitung, 13.05.2002
Eine Rast unter einem Schatten spendenden Baum ist aber immer möglich.
Die Welt, 13.07.2000
Er gedachte die Stadt nach kurzer Rast wieder zu verlassen.
Weber, O.: Calvin. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1957], S. 9012
Doch auch für die kurze Rast sei diesen Wäldern Dank!
Heyking, Elisabeth von: Briefe, die ihn nicht erreichten. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 5826
Ich hatte mir, auf meinem Bett liegend, eine Stunde der Rast gegönnt, denn ich war müde geworden.
Wilson, John A.: Ägypten. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1961], S. 6113
Zitationshilfe
„Rast“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rast#2>, abgerufen am 23.01.2020.

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