Ratsche, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Ratsche · Nominativ Plural: Ratschen
Aussprache
WorttrennungRat-sche
eWDG, 1974

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch
1.
Rassel, Klapper
Beispiele:
eine schnarrende, rasselnde Ratsche
die Buben spielten mit den knarrenden Ratschen
Ratschen krächzten [BecherAbschied4,289]
2.
salopp, abwertend Frau, die gern und viel schwatzt
Beispiel:
Ihr neid'schen, eifersücht'gen Ratschen [TollerSchriften132]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

ratsch · ratschen · Ratsche
ratsch Interjektion lautmalend für das Zerreißen von Stoff oder Papier. ratschen Vb. ‘rasseln, lärmen, schwatzen’, mhd. retschen. Ratsche f. auch Rätsche, ‘Schnarre, Rassel, geschwätzige Person’ (16. Jh.).

Thesaurus

Technik
Synonymgruppe
Knarre · Ratsche · gezahnte Sperrstange
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Druckratsche · Kurzhebelratsche
  • Langhebelratsche · Zugratsche

Typische Verbindungen
computergeneriert

Trillerpfeife Trommel hölzern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Ratsche‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit einem Gelächter der Ratsche endet der Triumph des Nibelungen.
Die Welt, 05.03.2002
Gestopfte Trompeten und allerlei Schlagwerk samt Ratsche geben häufig den Ton an.
Der Tagesspiegel, 21.01.1999
Manche werden gerüttelt und geschüttelt wie Rasseln, Ratschen und Schellen.
Bild, 12.08.2000
Mit Trillerpfeifen und Ratschen machten die angereisten Demonstranten ihrem Unmut lauthals Luft.
Die Welt, 26.03.1999
Zitationshilfe
„Ratsche“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Ratsche>, abgerufen am 23.10.2019.

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