Raupe, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Raupe · Nominativ Plural: Raupen
Aussprache  [ˈʀaʊ̯pə]
Worttrennung Rau-pe
Wortbildung  mit ›Raupe‹ als Erstglied: Raupenbagger · Raupenfahrzeug · Raupenfliege · Raupenfraß · Raupenhelm · Raupenkette · Raupennest · Raupenpanzer · Raupenschlepper · raupenartig
 ·  mit ›Raupe‹ als Letztglied: Aalraupe · Afterraupe · Anbauraupe · Kohlraupe · Planierraupe · Schneeraupe · Seeraupe · Seidenraupe
eWDG

Bedeutungen

1.
langgestreckte Insektenlarve, besonders des Schmetterlings, mit kleinen Fühlern am Kopf, mehreren punktförmigen Augen, beißenden Mundwerkzeugen und paarigen Füßen am Bauch, die an Bäumen und Pflanzen großen Schaden anrichtet
Beispiele:
eine dicke, fette Raupe
auf den Zweigen kriechen Raupen
die Raupen fraßen die Blätter ab
die Raupe verpuppt sich
Raupen vom Kohl lesen
aus der Raupe schlüpft der Schmetterling
vulgärer fraß wie eine neunköpfige Raupe
salopp, bildlich
Beispiele:
Raupen im Kopf haben (= verschrobene Gedanken haben)
jmdm. Raupen in den Kopf setzen (= jmdm. törichte Gedanken eingeben)
2.
Technik endloses Band aus plattenförmigen Kettengliedern, auf dem sich die Räder eines Fahrzeuges bewegen
Beispiele:
die Raupen eines Traktors, Panzers
ein Bagger mit auf Raupen laufenden Schaufeln
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Raupe · Raupenschlepper
Raupe f. Larve des Schmetterlings mit gegliedertem Körper, die sich auf mehreren kleinen Beinpaaren kriechend fortbewegt, asächs. rūpa (12. Jh.), mnd. rūpe (13. Jh.), mhd. (md.) rūpe (1340), mnl. rūpe, ruype, nl. (mundartlich) ruip neben mnl. rupse, ruupse, rupsene, rupseme, nl. rups. Die Herkunft des nur im Dt. und Nl. bezeugten Tiernamens ist nicht geklärt. Anschluß an die unter raufen (s. d.) behandelten Formen (mit einer Grundbedeutung ‘die Freßsüchtige’) ist möglich. Redensartlich im Sinne von ‘komische Einfälle, lächerliche Streiche’ (18. Jh., Studentensprache) in Wendungen wie Raupen im Kopf haben ‘verschrobene Gedanken haben’ und jmdm. Raupen in den Kopf setzen ‘jmdm. törichte Gedanken eingeben’; vgl. Grillen im Kopf haben, Mucken haben. Raupenschlepper m. Fahrzeug, das sich auf zwei aus plattenförmigen Einzelgliedern bestehenden endlosen Gleisketten fortbewegt (um 1930), Übersetzung von gleichbed. engl. caterpillar (tractor), nach engl. caterpillar ‘Raupe’, im Vergleich der geschlossenen, endlosen Kette mit der vielgliedrigen Raupe.

Thesaurus

Zoologie
Synonymgruppe
Engerling · Larve · Made · Raupe
Oberbegriffe
Synonymgruppe
Gleiskette · Raupenkette  ●  Raupe  veraltet · Raupenband  veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›Raupe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

BaggerBeispielsätze anzeigen EichenprozessionsspinnerBeispielsätze anzeigen FalterBeispielsätze anzeigen GespinstmotteBeispielsätze anzeigen HeuschreckeBeispielsätze anzeigen KiefernspinnerBeispielsätze anzeigen KohlweißlingBeispielsätze anzeigen KokonBeispielsätze anzeigen KäferBeispielsätze anzeigen LarveBeispielsätze anzeigen MonarchfalterBeispielsätze anzeigen Nachtfalter NimmersattBeispielsätze anzeigen NonnenfalterBeispielsätze anzeigen RadladerBeispielsätze anzeigen SchmetterlingBeispielsätze anzeigen SchmetterlingeBeispielsätze anzeigen SchwammspinnerBeispielsätze anzeigen SeidenspinnerBeispielsätze anzeigen SpinneBeispielsätze anzeigen TabakschwärmerBeispielsätze anzeigen behaartBeispielsätze anzeigen einspinnenBeispielsätze anzeigen fressenBeispielsätze anzeigen gefräßigBeispielsätze anzeigen geschlüpftBeispielsätze anzeigen haarigBeispielsätze anzeigen verpuppenBeispielsätze anzeigen verpupptBeispielsätze anzeigen vertilgenBeispielsätze anzeigen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Raupe‹.

Verwendungsbeispiele für ›Raupe‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Natürlich hat er sich als Raupe auf ein anderes Feld des Ausdrucks verlegen müssen.
Die Welt, 23.08.2005
Sie hätten ausgesehen wie Raupen, die sich gerade verpuppt haben.
Der Tagesspiegel, 24.07.2003
Den größeren Raupen fällt auch das schon entwickelte Blatt zum Opfer.
Wiehle, Hermann u. Harm, Marie: Lebenskunde für Mittelschulen - Klasse 3, Halle u. a.: Schroedel u. a. 1941, S. 101
Die Raupe fällt zusammen wie ein leerer Sack und ist in kurzer Zeit mausetot.
Buddenbrock, Wolfgang von: Das Liebesleben der Tiere, Bonn: Athenäum 1953, S. 191
Die grünen Raupen im Laub sind so unauffällig wie möglich.
Frisch, Karl von: Du und das Leben, Berlin: Verlag d. Druckhauses Tempelhof 1947 [1947], S. 164
Zitationshilfe
„Raupe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Raupe>, abgerufen am 30.11.2021.

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