Raute, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Raute · Nominativ Plural: Rauten
Aussprache
WorttrennungRau-te (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Raute‹ als Erstglied: ↗Rautenbauer · ↗Rautenzeichen · ↗Rautezeichen · ↗rautenförmig
 ·  mit ›Raute‹ als Letztglied: ↗Goldraute · ↗Weinraute
eWDG, 1974

Bedeutungen

I.
in vielen Arten vorkommende, ausdauernde, in Rispen oder Dolden gelblich oder grünlich blühende Pflanze, deren Blätter ein stark riechendes, ätherisches Öl abgeben
II.
fachsprachlich Ornament, Verzierung in Form eines Rhombus
Beispiele:
ein durch Rauten aufgeteiltes Wappen
auf dem violetten, mit gelben Rauten gerandeten Läufer [AndresHochzeit189]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Raute f. Name mehrerer aromatisch riechender Pflanzen, ahd. rūta (9. Jh.), mhd. rūte, mnd. rūde, nd. Rūde, Rūte, mnl. rute, nl. ruit; entlehnt aus lat. rūta, griech. rhȳtḗ (ῥυτή). Schon im Mhd.übertragen auf eine zuerst in der Heraldik auftretende geometrische Figur in der stilisierten vierteiligen Blütenform der Pflanze, danach allgemein ‘Rhombus, Karo’.

Thesaurus

Synonymgruppe
Raute · ↗Rhombus · schiefwinkliges gleichseitiges Viereck
Oberbegriffe
Computer
Synonymgruppe
Doppelkreuz · Raute · ↗Rautezeichen  ●  ↗Hash  engl. · ↗Lattenzaun  ugs. · Schweinegatter  ugs., scherzhaft

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brust Dreieck Fahne Herz Karo Kreis Kreuz Mittelfeld Muster Quadrat Rechteck Rhombus Schweigen Spirale Stern Trikot Wappen bayerisch berühmt blau blau-weiß bunt formen gelb küssen markieren rot schneiden weiß-blau weißblau

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Raute‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das steht auch auf dem Cover des Spiels, in einer roten Raute unten links.
Die Zeit, 14.07.2008, Nr. 28
Wir brauchen Spieler, die stolz sind, die Raute zu tragen.
Bild, 26.05.2003
Es ist eine Art Raute mit tiefgezackten Blättern und wächst, sofern man es gewähren läßt, einen Meter hoch.
Katz, Richard: Übern Gartenhag, München u. Zürich: Droemersche Verlagsanstalt Th. Knaur Nachf. 1965, S. 80
Die Raute wirkt, wie und wo immer sie angewendet wird, stärkend und kräftigend.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 288
Die Rauten gehen zurück auf das Wappen der Grafen von Bogen, in dem sie seit 1204 bezeugt sind.
o. A. [kk]: Bayerische Rautenfahne. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1988]
Zitationshilfe
„Raute“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Raute>, abgerufen am 17.10.2019.

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