Rebe, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rebe · Nominativ Plural: Reben
Aussprache
WorttrennungRe-be
Wortbildung mit ›Rebe‹ als Erstglied: ↗Rebenblut · ↗Rebenblüte · ↗Rebenhügel · ↗Rebensaft · ↗Rebhuhn · ↗Rebhügel · ↗Reblaus · ↗Rebling · ↗Rebstock
 ·  mit ›Rebe‹ als Letztglied: ↗Faberrebe · ↗Jungfernrebe · ↗Weinrebe
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Ranke vom Weinstock, Weinrebe
Beispiel:
Gleich wie die Rebe kann keine Früchte bringen von sich selber, sie bleibe denn beim Weinstock [BrechtJeanne d'Arc9]
2.
gehoben Weinstock
Beispiel:
[daß diese] Abhänge mit ihren Feldern und Obstbäumen und tiefer unten mit Reben, daß der Fabrikrauch ... alles schon Rhein bedeutet [SeghersSiebtes Kreuz4,10]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rebe · Rebensaft
Rebe f. ‘Schößling, Zweig des Weinstocks’, ahd. reba (um 1000), mhd. rebe. Vergleicht man schwed. reva ‘Ranke’, dän. revling ‘Krähenbeere’, ablautend mnd. wīnrāve ‘Weinrebe’ sowie lat. rēpere ‘kriechen, schleichen’, lit. rėplióti, lett. rāpot ‘kriechen’, dann ist ein Wurzelansatz ie. *rep- ‘kriechen, schleichen’ möglich, und Rebe wäre als ‘Ranke, Ausläufer, rankendes Gewächs’ zu deuten. Rebensaft m. ‘Wein’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Rebe · ↗Rebstock · ↗Wein · ↗Weinstock
Oberbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Austrieb Dornfeld Feuerstrom Hektar Laub Obstbaum Rübe Saft Sorgenbrecher Sorte Traube Wachtelberg Wein Weinberg Weinstock Winzer anbauen anpflanzen bepflanzen beschneiden bestocken edel gedeihen keltern pflanzen ranken reifen resistent verändert züchten

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rebe‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Rebe fehlt in koranischen Beschreibungen des irdischen Gartens nie.
Die Welt, 29.09.2004
Das verdiente Geld hatte er immer in seine Reben gesteckt.
Süddeutsche Zeitung, 14.08.2001
Sowohl quantitativ als auch qualitativ ist der Stand der Reben vielversprechend.
Die Zeit, 21.08.1964, Nr. 34
Später tauchte er in den Wald ein, die Reben verlassend.
Dürrenmatt, Friedrich: Der Richter und sein Henker, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1965 [1952], S. 121
Die Felder und Reben bringen freiwillig Frucht, die Rose blüht ohne Dorn.
Curtius, Ernst Robert: Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter, Tübingen: Francke 1993 [1948], S. 123
Zitationshilfe
„Rebe“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rebe>, abgerufen am 07.12.2019.

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