Rebhuhn, das

Grammatik Substantiv (Neutrum)
Aussprache 
Worttrennung Reb-huhn (computergeneriert)
Wortzerlegung RebeHuhn
eWDG, 1974

Bedeutung

gesellig auf Feldern und trockenen Wiesen lebender, unscheinbarer Fasanenvogel mit einem rotbraunen Fleck auf der Brust, der in Körperbau und Lebensweise dem Haushuhn gleicht, Feldhuhn
Beispiel:
das Rebhuhn ist dem Haushuhn an Fluggewandtheit weit überlegen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rebhuhn n. einheimischer Fasanenvogel mit dunkelbrauner Oberseite und braunem Fleck auf der grauen Brust, ahd. rebahuon (9. Jh.), mhd. rephuon, benannt nach der Farbe seines braunen oder scheckigen Gefieders. Der Name enthält als ersten Bestandteil ein als selbständiges Nomen im Germ. verlorengegangenes Wort, das eng verwandt ist mit ablautenden balt. und slaw. Bezeichnungen für ‘Rebhuhn’ bzw. ‘Haselhuhn’ und Farbadjektiven im Russ. sowie (s. ↗Erpel) im Germ. und Griech. Die ursprünglich Nasal vor dem Labial aufweisenden slaw. Formen russ. rjabój (рябой) ‘bunt, scheckig, rauh, blatternarbig, sommersprossig’, rjábka (рябка) ‘Rebhuhn’ und (ursprünglich auch vokalisch anlautend) kslaw. jerębь, russ.-kslaw. jarjabь, jerjabь, serbokr. jȁrēb ‘Rebhuhn’, poln. (älter) jarząb ‘Haselhuhn’ sowie ukrain. (landschaftlich) rjabók (рябок) ‘Flughuhn’ führen gemeinsam mit lett. irbe ‘Rebhuhn’ und den unter ↗Erpel angeführten Formen auf ie. *erb(h)-, *reb(h)- bzw. (im Hinblick auf das Slaw.) ie. *er(m)b(h)-, *re(m)b(h)- ‘dunkelrötlich, bräunlich’. Nhd. Rebhuhn ist nachträglich an ↗Rebe (s. d.) angelehnt worden, mnd. raphōn ‘Rebhuhn, Feldhuhn, Wachtel’ dagegen von mnd. rap ‘schnell, ungestüm’ beeinflußt.

Typische Verbindungen zu ›Rebhuhn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rebhuhn‹.

Verwendungsbeispiele für ›Rebhuhn‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch dies ist für das weitere Schicksal der Rebhühner wichtig.
Die Zeit, 19.10.1990, Nr. 43
Es wird wohl nur ein Hase oder ein Rebhuhn gewesen sein.
Jünger, Ernst: In Stahlgewittern, Stuttgart: Klett-Cotta 1994 [1920], S. 40
Zum anderen tat ich im Bett der verstorbenen Frau Rebhuhn kein Auge zu.
Noll, Ingrid: Ladylike, Zürich: Diogenes 2006, S. 27
Die Rebhühner aus der Pfanne nehmen, nochmals salzen und pfeffern.
Süddeutsche Zeitung, 24.10.2003
Rebhühner sieht man sogar, noch zum Teil mit der Eierschale bedeckt, davonlaufen.
Mach, Ernst: Erkenntnis und Irrtum. In: Philosophie von Platon bis Nietzsche, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1905], S. 9630
Zitationshilfe
„Rebhuhn“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rebhuhn>, abgerufen am 15.08.2020.

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