Rechenleistung, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rechenleistung · Nominativ Plural: Rechenleistungen
Worttrennung Re-chen-leis-tung
Wortzerlegung rechnenLeistung
DWDS-Vollartikel, 2020

Bedeutungen

1.
Informations- und Telekommunikationstechnik Leistungsfähigkeit eines Rechners, Computers, Prozessors
Kollokationen:
in Koordination: Speicherplatz, Speicherkapazität und Rechenleistung
mit Genitivattribut: die Rechenleistung des Supercomputers, des Chips, des Computers, von Computern, der Maschinen
mit Adjektivattribut: die gesteigerte, schiere, geballte, maximale, enorme, gewaltige Rechenleistung
als Akkusativobjekt: eine Rechenleistung erbringen, erfordern, benötigen, bieten, besitzen
in Präpositionalgruppe/-objekt: über (eine bestimmte) Rechenleistung verfügen
Beispiele:
Selbst moderne Rechenzentren können keine Rechenleistung bieten, die derart sichere Verschlüsselungen zu knacken vermag. [Die Zeit, 06.09.2013 (online)]
Aufgrund der riesigen Rechenleistung können die Computer komplexe Simulationen aller Art bewerkstelligen. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 22.10.2004]
Der Computer erreicht eine theoretische Rechenleistung von rund 4000 Gigaflops. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.11.2002]
Die Rechenleistung von Computern ist in den letzten Jahrzehnten förmlich explodiert. [Neue Zürcher Zeitung, 28.10.1998]
Mit der jetzt erreichten Rechenleistung kristallisiert sich offenbar eine – in Computerprogrammen angelegte – neue Qualitätsstufe »künstlicher Intelligenz« heraus. [Die Zeit, 27.02.1984, Nr. 09]
2.
Leistungsfähigkeit von Personen (insbesondere von Schülern) auf dem Gebiet des Rechnens; eine auf rechnerischem Gebiet geleistete Arbeit
Beispiele:
Wie groß muss die Diskrepanz zur durchschnittlichen Rechenleistung sein, um von Dyskalkulie zu sprechen? [Hain, Ulrich, Familiendynamik bei Belastungen durch umschriebene Lern- und Leistungsstörungen, Göttingen: V&R unipress 2008, S. 25]
Laut Kwapis sind nach der PISA-Studie die schlechten Rechenleistungen deutscher Schüler wiederholt Gegenstand von Diskussionen, leider mangele es an geeigneten Vorhaben, um den erheblichen Mängeln im elementaren mathematischen Wissen abzuhelfen. [Potsdamer Neueste Nachrichten, 08.03.2005]
abwertendMan lese, welches idealistische System man will […] und man weiß, daß es genau so atmosphärelos und bar jeder Tiefe ist […] wie eine naturwissenschaftliche Rechenleistung Newtonʼscher Abkunft. [Klages, Ludwig, Der Geist als Widersacher der Seele, 3. Band, Teil 1: Die Lehre von der Wirklichkeit der Bilder, Leipzig: Barth 1932, S. 801–1248, S. 1020]

Thesaurus

Synonymgruppe
Rechenkapazität · Rechenleistung

Typische Verbindungen zu ›Rechenleistung‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rechenleistung‹.

Zitationshilfe
„Rechenleistung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rechenleistung>, abgerufen am 29.05.2020.

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