Rechtschreibreform, die

Grammatik Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rechtschreibreform · Nominativ Plural: Rechtschreibreformen · wird selten im Plural verwendet
Nebenform selten Rechtschreibereform · Substantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Rechtschreibereform · Nominativ Plural: Rechtschreibereformen · wird selten im Plural verwendet
Aussprache [ˈʀɛçtʃʀaɪ̯pʀeˌfɔʁm] · [ˈʀɛçtʃʀaɪ̯bəʀeˌfɔʁm]
Worttrennung Recht-schreib-re-form ● Recht-schrei-be-re-form
Wortzerlegung rechtschreibenReform
ZDL-Vollartikel

Bedeutung

Änderung einer relevanten Menge amtlicher Rechtschreibregeln zu einem bestimmten Zeitpunkt
Ohne weitere Spezifizierung ist gewöhnlich die Neuregelung der amtlichen Schreibung des Deutschen aus dem Jahr 1996 gemeint.
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: die misslungene, unsinnige, überflüssige, ungeliebte, gescheiterte, umstrittene Rechtschreibreform
als Akkusativobjekt: die Rechtschreibreform kippen, stoppen, ablehnen, verteidigen, erklären
als Genitivattribut: Gegner, Kritiker, Mängel der Rechtschreibreform
in Präpositionalgruppe/-objekt: Korrekturen an der Rechtschreibreform
Beispiele:
Die einheitliche deutsche Rechtschreibung ist vergleichsweise jung. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts wird in allen Schulen die gleiche Schreibweise unterrichtet. Reformversuche und Gegner gab es von Anfang an. Die Rechtschreibreform in den 1990er‑Jahren sorgte für zusätzliches Durcheinander, weil neue Regeln aufgestellt und dann doch wieder zurückgenommen wurden. [Die Welt, 09.02.2019]
20 Jahre nach der Rechtschreibreform entfaltet sich der orthografische Wildwuchs ungebremst. [Süddeutsche Zeitung, 02.08.2018]
Man hätte bei der letzten Rechtschreibereform die konsequente Kleinschreibung einführen können, nahm das aber nicht auf die Agenda, da die Widerstände zu gross waren. [Neue Zürcher Zeitung, 13.12.2010]
Kein Wunder also, daß die Deutschen an ihren Rechtschreibregeln verzweifeln. Bis zur längst fälligen Rechtschreibreform kommt Linderung allenfalls von Rechtschreibmodulen, die sich künftig allerdings gewaltig steigern müssen. [C’t, 1992, Nr. 9]
Die Sozialisten griffen das Thema Nationalsprache auf und forderten 1950 nicht nur ein großes »Österreichisches Wörterbuch«, sondern auch eine radikale Rechtschreibreform. [Der Spiegel, 20.06.1962]
»Wer viele Schreibfehler macht, hat eine mangelnde Bildung« – das sei eine Korrelation, die oft gemacht werde. Kargl erklärt die ablehnende Haltung gegenüber Rechtschreibreformen ebenfalls damit, dass sie ein »Bildungsstatussymbol« sei: »Ob ich ein exzellenter Mathematiker bin oder ein sehr gutes Fachwissen habe, zeigt sich erst auf den zweiten Blick.« [Der Standard, 26.01.2012] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›Rechtschreibreform‹, ›Rechtschreibereform‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rechtschreibreform‹.

Zitationshilfe
„Rechtschreibreform“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rechtschreibreform>, abgerufen am 25.02.2021.

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