Rechtsmittel, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungRechts-mit-tel (computergeneriert)
WortzerlegungRechtMittel
Wortbildung mit ›Rechtsmittel‹ als Erstglied: ↗Rechtsmittelgericht · ↗Rechtsmittelzug
eWDG, 1974

Bedeutung

Jura rechtliches Mittel, durch das ein am Verfahren Beteiligter die Überprüfung einer noch nicht rechtskräftig gewordenen Entscheidung durch ein übergeordnetes Organ verlangen kann
Beispiele:
Protest, Berufung gegen Urteile, Beschwerde gegen die gerichtliche Entscheidung sind Rechtsmittel
gegen diese Entscheidung ist kein Rechtsmittel zulässig
ein Rechtsmittel einlegen
auf Rechtsmittel verzichten
das Rechtsmittel führte zur Aufhebung des angefochtenen Urteils

Thesaurus

Jura
Synonymgruppe
Abhilfe · ↗Rechtsbehelf  ●  Rechtsmittel  schweiz., österr.
Unterbegriffe

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ausschöpfung Bescheid Einlegen Einlegung Erfolgsaussicht Gerichtsentscheidung Oberlandesgericht Oberverwaltungsgericht Rechtsbehelf Revision Rücknahme Steuerbescheid Urteil Verwaltungsgericht Zivilsache Zulässigkeit anfechten ausschöpfen belehren eingelegt einlegen erschöpfen innerstaatlich stehend sämtlich unzulässig verwerfen verzichten vorbehalten zulässig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rechtsmittel‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Gegen die Entscheidung des OVG sind keine Rechtsmittel mehr möglich.
Der Tagesspiegel, 20.02.2001
Zehn Jahre nach seiner Verurteilung zum Tode hat er nun fast alle Rechtsmittel ausgeschöpft.
Die Zeit, 15.01.1990, Nr. 03
Die Kosten eines ohne Erfolg eingelegten Rechtsmittels fallen demjenigen zur Last, der das Rechtsmittel eingelegt hat.
o. A.: Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO). In: Sartorius 1: Verfassungs- und Verwaltungsgesetze der Bundesrepublik Deutschland, München: Beck 1998
Die Kosten eines ohne Erfolg eingelegten Rechtsmittels fallen der Partei zur Last, die es eingelegt hat.
o. A.: Zivilprozeßordnung (ZPO). In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts, München: Beck 1997
Ein Irrtum in der Bezeichnung des zulässigen Rechtsmittels ist unschädlich.
Zimmermann, Theo: Der praktische Rechtsberater, Gütersloh: Bertelsmann [1968] [1957], S. 904
Zitationshilfe
„Rechtsmittel“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rechtsmittel>, abgerufen am 16.02.2019.

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