Reck, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Reck(e)s · Nominativ Plural: Recke
Aussprache 
Wortbildung  mit ›Reck‹ als Erstglied: ↗Reckstange · ↗Reckturnen · ↗Reckübung
 ·  mit ›Reck‹ als Letztglied: ↗Hochreck · ↗Schwebereck · ↗Spannreck
eWDG, 1974

Bedeutung

Turngerät, das aus zwei fest eingebauten Säulen und einer daran waagerecht befestigten, in der Höhe meist verstellbaren, stählernen Stange besteht
Beispiele:
Übungen am Reck
vom Reck abschwingen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reck · Rick
Reck n. Turngerät, bestehend aus einer waagerecht befestigten bzw. an zwei freihängenden Seilen schwebenden Stange, von Jahn (1816) in die Turnersprache eingeführt in Anlehnung an nd. Reck, eine Nebenform von Rick n. ‘Stange, Lattengestell, Hindernis (beim Reiten)’, mnd. reck(e), ricke, rik ‘Querstange zum Aufhängen von Wäsche, Kleidern, Garn, zum Aufsitzen des Federviehs’; vgl. mnl. rec, recke, ricke, nl. rek, mhd. ric ‘waagerechtes Gestell, lange Stange, Latte, um etw. aufzuhängen’. Herkunft ungewiß. Vielleicht (bei affektischer Gemination zu -kk-) verwandt mit ↗Rah, ↗regen (s. d.). Oder man stellt Reck (ebenfalls bei Annahme einer Gemination) zu norw. (mundartlich) rjaa (aus *rīhan-) ‘Stange zum Trocknen des Getreides’, anord. reigjast ‘den Körper aufrichten’, mnd. rēch ‘steif’ mit einer Wurzel ie. *reik- ‘sich aufrecken, Stange, Latte’. Vgl. de Vries Nl. 570.

Typische Verbindungen zu ›Reck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Reck‹.

Verwendungsbeispiele für ›Reck‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das Opfer hing auf diese Weise wie an einem Reck.
Die Zeit, 02.12.2013, Nr. 48
Es ist die gleiche Bewegung wie bei einem Felgaufschwung am Reck.
Borrmann, Günter u. Mügge, Hans: Gerätturnen in der Schule, Berlin: Volk u. Wissen 1957, S. 199
Mit etwas benommenem Kopfe eilte ich in den Schulgarten an das große Reck.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 30387
In der Turnstunde schaffte ich die Bauchwelle am Reck nicht.
Holtz-Baumert, Gerhard: Alfons Zitterbacke, Berlin: Kinderbuchverlag 1981 [1958], S. 54
In der Turnschule fiel er regelmäßig vom Reck zu Boden.
Canetti, Elias: Die Blendung, München: Hanser 1994 [1935], S. 111
Zitationshilfe
„Reck“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reck>, abgerufen am 02.12.2020.

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