Redeverbot, das

GrammatikSubstantiv (Neutrum)
Aussprache
WorttrennungRe-de-ver-bot (computergeneriert)
eWDG, 1974

Bedeutung

zeitweiliges Verbot, öffentlich (politische) Reden zu halten
Beispiele:
er hat, erhielt Redeverbot
ein Redeverbot aussprechen
[die Bourgeoisie] begnügt sich nicht ... mit willkürlichen Demonstrations-, Versammlungs- und Redeverboten [Thälm.Reden1,130]

Thesaurus

Synonymgruppe
Redeverbot  ●  ↗Maulkorb  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

absolut auferlegen auferlegt aufheben belegen erlassen erteilen streng strikt verhängen verhängt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Redeverbot‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dieses Redeverbot steht in einer fatalen Nähe zu theologischen Traditionen.
Die Zeit, 27.03.1992, Nr. 14
Ich hatte vom Führer seit dem Jahre 1939 ein Redeverbot.
o. A.: Einhundertsechzehnter Tag. Montag, 29. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 19127
Demnach, so heißt es dort, bestehe nun auch nicht mehr Redeverbot.
Die Welt, 17.10.2003
Redeverbot im Schlafsaal, nur bei der Arbeit darf geflüstert werden.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1943. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1943], S. 132
Keil meinte, neulich habe Ebert, unser Oberbürgermeister, solch ein Redeverbot erhalten.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1950. In: ders., So sitze ich denn zwischen allen Stühlen, Berlin: Aufbau-Verl. 1999 [1950], S. 79
Zitationshilfe
„Redeverbot“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Redeverbot>, abgerufen am 21.11.2018.

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