Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Regen, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Regens · Nominativ Plural: Regen
Aussprache  [ˈʀeːgn̩]
Worttrennung Re-gen
Wortbildung  mit ›Regen‹ als Erstglied: Regenabend · Regenanlage · Regenbach · Regenbekleidung · Regenbogen · Regenbremse · Regenbö · Regenböe · Regencape · Regendach · Regendusche · Regenfall · Regenfass · Regenflut · Regenfront · Regengebiet · Regengewölk · Regenguss · Regenhaut · Regenhülle · Regenjacke · Regenkanal · Regenkarte · Regenlache · Regenmacher · Regenmantel · Regenmasse · Regenmenge · Regenmesser · Regenmonat · Regennacht · Regenpelerine · Regenperiode · Regenpfeifer · Regenpfütze · Regenplane · Regenradar · Regenrinne · Regenrohr · Regenschatten · Regenschauer · Regenschirm · Regenschreiber · Regenschutz · Regenspritzer · Regentag · Regentonne · Regentropfen · Regenumhang · Regenwald · Regenwasser · Regenwetter · Regenwolke · Regenwurm · Regenzauber · Regenzeit · Regenüberlauf · regenarm · regendicht · regenfeucht · regenglatt · regengrau · regengrün · regennass · regenreich · regenschwer
 ·  mit ›Regen‹ als Letztglied: Aprilregen · Aschenregen · Ascheregen · Bombenregen · Dauerregen · Eisregen · Fadenregen · Feuerregen · Frühlingsregen · Funkenregen · Gewitterregen · Goldregen · Graupelregen · Konfettiregen · Kugelregen · Landregen · Monsunregen · Nebelregen · Nieselregen · Platzregen · Rieselregen · Schlackerregen · Schleierregen · Schneeregen · Sprühregen · Starkregen · Staubregen · Strichregen · Sturzregen

Bedeutungsübersicht+

  1. aus Wassertropfen bestehender Niederschlag
    1. [bildlich] ...
    2. [übertragen] ...
eWDG

Bedeutung

aus Wassertropfen bestehender Niederschlag
Beispiele:
ein leichter, leiser, feiner, plötzlicher, starker, wolkenbruchartiger, heftiger, kurzer, anhaltender, warmer, tropischer, kühler, erfrischender Regen
radioaktiver Regen
der Regen fällt, geht nieder, strömt, rinnt, rieselt, rauscht herab, prasselt nieder, trommelt auf das Dach, schlägt gegen die Scheiben, peitscht herein
Regen kommt, setzt ein
der Regen lässt nach, hört auf
das eintönige Plätschern, Rauschen des Regens
umgangssprachliches wird Regen geben
wir werden bald Regen bekommen
umgangssprachlichwir werden bald Regen kriegen
die Pflanzen brauchen Regen
gehobendie durstige Erde trinkt den Regen, verlangt nach Regen
gehobendie Natur lechzt nach Regen
wir wurden vom Regen überrascht, kamen in den Regen
in, bei strömendem Regen fuhren wir los
sie verrichteten ihren anstrengenden Dienst in Regen und Wind, bei Schnee und Regen
sprichwörtlichauf Regen folgt Sonnenschein
bildlich
Beispiel:
umgangssprachlichvom Regen in die Traufe kommen (= aus einer unangenehmen Lage in eine noch schlimmere geraten)
übertragen
Beispiele:
ein Regen von Blumen ergoss sich über die Künstler
ein Regen von Funken, Steinen, Kugeln, Flugblättern
auf ihn ging ein (wahrer) Regen von Schimpfwörtern, Vorwürfen nieder
saloppein warmer Regen (= unerwarteter Eingang von Geld)
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat A1.
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

regen · rege · regsam · aufregen · erregen
regen Vb. ‘eine leichte Bewegung machen’, reflexiv ‘sich leicht bewegen, sich rühren, tätig sein, spürbar werden’, mhd. regen ‘in Bewegung setzen, aufrichten, erregen, erwecken’, reflexiv ‘sich leicht bewegen’ ist das Kausativum (eigentlich ‘ragen machen’) zu einem starken, im Nhd. untergegangenen Verb mhd. regen ‘emporragen, sich erheben, steif, gestreckt sein, starren’. Als verwandt kann man (auf Grund der Lautverhältnisse) wohl Rahe, Ruck, rücken und vielleicht auch Reck (s. d.) ansehen. Außergerm. Anknüpfungen fehlen. Lit. réklēs (Plur.) ‘Stangengerüst’, das man zur Rekonstruktion einer Wurzel ie. *rek- ‘emporragen, Stange’ heranzieht, ist falsche Schreibung für das in einen anderen etymologischen Zusammenhang gehörende lit. ríekles (vgl. Fraenkel 2, 729). – rege Adj. ‘munter, lebhaft, rüstig, betriebsam’, Ableitung (Anfang 16. Jh.) vom Verb; zunächst nur prädikativ, attributiver Gebrauch seit dem 18. Jh. regsam Adj. ‘rührig, beweglich’ (18. Jh.). aufregen Vb. ‘in Erregung versetzen’, reflexiv ‘in Erregung geraten’, mhd. ūfregen. erregen Vb. ‘unruhig machen, reizen, hervorrufen, bewirken’, mhd. erregen.

Regen · regnen · regnerisch · Regenbogen · Regenpfeifer · Regenwurm · Regenschirm
Regen m. ‘atmosphärischer Niederschlag in Tropfen’, ahd. regan (8. Jh.), mhd. regen, asächs. regan, regin, mnd. rēgen, mnl. rēghen, rein, reen, nl. regen, afries. rein, aengl. regn, engl. rain, anord. schwed. regn, got. rign, germ. *regna-, *regnō-. Herkunft unbekannt. Ein nur auf das Germ. beschränktes Wort? – Vom Substantiv abgeleitet regnen Vb. ‘als Regen fallen, Regen geben’, ahd. reganōn (8. Jh.), mhd. regenen, mnd. mnl. rēgenen, nl. regenen, aengl. regnian, engl. to rain, anord. schwed. regna sowie anord. rigna, got. rignjan. regnerisch Adj. (17. Jh.), frühnhd. regnicht, regnig, mhd. regenic. Regenbogen m. ahd. reganbogo (10. Jh.), mhd. regenboge, mnd. rēgen(s)bōge, mnl. rēghenbōghe, nl. regenboog, aengl. rēnboga, engl. rainbow, anord. regnbogi, schwed. regnbåge. Regenpfeifer m. Vogel, der seinen Ruf besonders bei (bevorstehendem) Regen hören lassen soll (18. Jh.). Regenwurm m. ahd. reganwurm (um 900), mhd. regenwurm, aengl. rengwyrm; so benannt, weil dieser Wurm nach Regenfall das Erdreich verläßt und auf dem Erdboden anzutreffen ist. Regenschirm m. (Anfang 18. Jh.) für (auch ins Dt. entlehntes) frz. parapluie, gebildet analog älterem Sonnenschirm (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Regen  Hauptform · (das) Nass  geh., literarisch · Niederschlag  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
Antonyme

Typische Verbindungen zu ›Regen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Regen‹.

andauernd anhaltend aufhören aufkommend ausbleibend bißchen einsetzen einsetzend ergiebig ersehnt fallen fällen gefrierend heftig peitschen peitschend prasseln prasselnd sauer schauerartig sintflutartig spülen stroemendem strömend tagelang trommeln tropfen tropisch trotzen warm

Verwendungsbeispiele für ›Regen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Bänke unter den Bäumen sind feucht vom letzten Regen. [Die Zeit, 08.08.2013, Nr. 32]
In schwerem Regen habe der sowjetische Pilot offenbar die Richtung verloren. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1986]]
Der Regen schlug allmählich auch dir bis auf die Haut durch. [Walter, Otto F.: Der Stumme, München: Kösel 1959, S. 21]
Und der Wind weht ihnen nadelfeinen Regen auf die Mäntel. [Spoerl, Alexander: Mit dem Auto auf Du, Berlin u. a.: Dt. Buchgemeinschaft 1961 [1953], S. 250]
Für den andauernden Regen, der ihm jedes Mähen unmöglich machte, konnte er schließlich nichts. [Düffel, John von: Houwelandt, Köln: DuMont Literatur und Kunst Verlag 2004, S. 8]
Zitationshilfe
„Regen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Regen>.

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