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Registratur, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Registratur · Nominativ Plural: Registraturen
Aussprache
WorttrennungRe-gis-tra-tur · Re-gist-ra-tur (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1974

Bedeutung

Abteilung, Raum, Vorrichtung, wo Akten, Urkunden, Briefe geordnet aufbewahrt werden
Beispiel:
er arbeitete in der Registratur, holte einen Aktenband aus der Registratur
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Register1 · registrieren · Registratur · Regesten · Regest
Register1 n. ‘(alphabetisch geordnetes) Verzeichnis’, spätmhd. register ‘Verzeichnis, Protokoll’, kontrahiert reister, entlehnt aus spätlat. registrum, mlat. auch register ‘Verzeichnis, Katalog’ (zuerst der Briefe Papst Gregors des Großen), einer Umbildung mit Suffixwechsel von gleichbed. spätlat. regesta Neutr. Plur., eigentlich ‘das Eingetragene’, dem substantivierten Part. Perf. von lat. regerere ‘zurücktragen, -werfen, hinbringen, eintragen, einschreiben’; vgl. lat. gerere (gestum) ‘tragen, (aus)führen’, reflexiv ‘sich verhalten’. Register bedeutet zunächst ‘fortlaufende Aufzeichnung von Verhandlungen, Protokoll’ sowie ‘geordnetes Verzeichnis, Index’, in heutiger Sprache auch ‘mit dem Alphabet versehene, stufenartig beschnittene Karteikarten oder Buchseiten’. registrieren Vb. ‘in ein Verzeichnis eintragen, einordnen, aufzeichnen, erfassen’ (1. Hälfte 15. Jh.), aus spätlat. registrāre ‘eintragen, aufführen’. Registratur f. ‘das Eintragen in ein Register, Brief-, Aktenablage, -schrank, -raum’ (Mitte 16. Jh.), latinisierende Bildung. Regesten Plur. ‘Auszüge aus Urkunden, Urkundenverzeichnis’ (selten der Sing. Regest n.), entlehnt (17. Jh.) aus spätlat. regesta Neutr. Plur. ‘Verzeichnis, Katalog’ (s. oben).

Thesaurus

Synonymgruppe
Buchung · ↗Eintrag · ↗Eintragung · ↗Einzeichnung · Registratur · ↗Vormerkung

Typische Verbindungen
computergeneriert

Ablage Akte Archiv Bundeskanzleramt Kanzlei Kanzleramt Telefongespräch ablegen bloß ermitteln zentral

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Registratur‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und nach getaner Arbeit habe er sie in die Registratur zurückgebracht.
Die Zeit, 08.12.2008, Nr. 49
Denn die sind wirklich nur eine Frage der besseren Registratur, sind wirklich - subaltern.
Vossische Zeitung (Abend-Ausgabe), 01.03.1907
Das Bundesverwaltungsamt, das jetzt sein 25jähriges Bestehen feierte, ist seiner Struktur nach eine Art zentraler Registratur des Bundes.
o. A. [dr.]: Bundesverwaltungsamt. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1984]
Freie Registraturen sind am ergiebigsten, wenn sie für jedes einzelne Klavier geschaltet werden können.
Hortschansky, Klaus u. a.: Orgel. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1962], S. 41848
Man konnte sie wohl nicht unterbringen in den Schubladen der akademischen Registratur.
Buchinger, Otto: Das Heilfasten und seine Hilfsmethoden als biologischer Weg, Stuttgart: Hippokrates-Verl. 1982 [1935], S. 35
Zitationshilfe
„Registratur“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Registratur>, abgerufen am 10.12.2019.

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