Regung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Regung · Nominativ Plural: Regungen
Aussprache
WorttrennungRe-gung (computergeneriert)
Wortbildung mit ›Regung‹ als Erstglied: ↗regungslos  ·  mit ›Regung‹ als Letztglied: ↗Gefühlsregung · ↗Herzensregung · ↗Seelenregung · ↗Triebregung
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
plötzlich auftauchendes Gefühl, innere Bewegung, Anwandlung
Beispiele:
eine unbewusste, dunkle, instinktive, leise, geheime Regung
etw. aus einer edlen Regung heraus tun
persönliche Regungen ausschalten
mit seinen innersten Regungen im Kampfe liegen
er war keiner menschlichen Regung fähig, war bar aller menschlichen Regungen
seine erste Regung war Freude, Abscheu
sie folgte einer Regung ihres Herzens, des Gewissens
eine Regung von Mitleid, Zorn, Wehmut
er empfand eine Regung des Erbarmens, Unwillens
in seinem Gesicht war, zeigte sich keine Regung (= unwillkürliche Gefühlsäußerung)
wie er mit einer kurzen Regung des Bedauerns feststellte [Th. MannTod in Venedig9,483]
2.
meist im Plural
Bestrebung
Beispiele:
die Reaktion unterdrückte alle freiheitlichen, revolutionären Regungen
darauf zielten alle patriotischen Regungen [SteenbeckWissen5]
3.
gehoben Bewegung
Beispiele:
eine leichte Regung der Luft
in der Natur war keine Regung zu spüren
Ohne Regung ruht das Meer [GoetheMeeresstille1,51]
Claudia saß ohne Regung [A. ZweigClaudia225]

Thesaurus

Synonymgruppe
Affekt · ↗Emotion · ↗Empfindung · ↗Gefühl · ↗Gefühlsaufwallung · ↗Gefühlsbewegung · ↗Gefühlserregung · ↗Gefühlsregung · ↗Gefühlswallung · ↗Gemütsbewegung · ↗Gespür · Regung · ↗Sentiment · ↗Stimmungslage · menschliche Regung
Oberbegriffe
  • psychologische Eigenschaft
Unterbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
Bewegung · Regung  ●  ↗Kinetik  fachspr. · ↗Lokomotion  fachspr. · Lokomotorik  fachspr. · ↗Motorik  fachspr. · Taxis  fachspr.
Unterbegriffe
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Eifersucht Mitleid Neonazismus antisemitisch atavistisch edel emotional entlocken erkennbar ersticken freiheitlich geschlechtlich human impulsiv inner intim libidinös menschlich mimisch oppositionell seelisch sentimental sexuell sichtbar spontan sublim unbewußt unterdrücken verborgen zart

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Regung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das ist eine ganz natürliche Regung: es ist herrlich, nicht kontrolliert zu werden.
Süddeutsche Zeitung, 10.05.1999
Als er dort angekommen sei, habe er jede demokratische Regung unterdrückt.
Der Tagesspiegel, 06.04.1999
So macht dieses Land uns, die wir nun schon ein halbes Jahr hier leben, stumpf und verschließt uns vor allen gefühlsmäßigen Regungen.
Brief von Leutnant H. G. vom 31.1.1942. In: Ortwin Buchbender u. Reinhold Sterz (Hgg.), Das andere Gesicht des Krieges, München: Beck, 1982, S. 142
Und doch - doch - will schon wieder eine skeptische Regung mich beschleichen?
Dohm, Hedwig: Der Mißbrauch des Todes. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1915], S. 3390
Regungen kehren zurück, die schon einmal früher hier genistet haben.
Hofmannsthal, Hugo von: Das Gespräch über Gedichte. In: Bertram, Mathias (Hg.), Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1904], S. 31190
Zitationshilfe
„Regung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Regung>, abgerufen am 16.11.2018.

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