Reibach, der
GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Reibachs · wird nur im Singular verwendet
Aussprache
WorttrennungRei-bach (computergeneriert)
HerkunftJiddisch
eWDG, 1974

Bedeutung

salopp vorteilhaftes Geschäft, großer Gewinn
Beispiel:
Jetzt, wo er durch Adebar so einen Reibach gemacht hatte, würde sein Wettfimmel ihm schon keine Ruhe lassen [FalladaJeder stirbt253]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Reibach · berappen
Reibach m. (auch Rebbach, Rewwig, Rewwich) ‘Gewinn, Verdienst, Zins’ (19. Jh.), aus dem Rotw. nach jidd. re(i)bach, hebr. ręwaḥ ‘Verdienst, Gewinn’. Heute bes. in der Wendung einen Reibach machen ‘einen (überdurchschnittlichen) Gewinn erzielen’. Vgl. älteres Rebbes, Ribbis m. ‘Gewinn, Ertrag’ (17. Jh.), rotw. rabbes, jidd. ribbis ‘Zins’. Dazu vielleicht (vgl. Wolf Rotw. 264) berappen Vb. ‘(widerwillig) bezahlen’ (19. Jh., aus der Gauner- und Studentensprache), auch beribbeln, berebbeln, berabbeln.

Thesaurus

Synonymgruppe
Oberbegriffe
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

dicken großen machen

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DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mit Gruppen, die nur Sammlern bekannt sind, lasse sich "echter Reibach" machen.
Die Zeit, 30.03.2009, Nr. 13
Den großen Reibach habe man sich abgeschminkt, werden Berater nicht müde zu betonen.
C't, 2001, Nr. 24
Sie glauben, nur so den größten Reibach machen zu können.
Süddeutsche Zeitung, 31.07.2000
Einen Reibach hat aber bisher nur das regionale Baugewerbe gemacht.
Die Welt, 05.04.2004
Vier Jahre lang machte ein Chinese (41) Reibach mit falschen Viagra-Pillen.
Bild, 02.04.2002
Zitationshilfe
„Reibach“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reibach>, abgerufen am 20.09.2017.

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