Reibung, die

GrammatikSubstantiv (Femininum) · Genitiv Singular: Reibung · Nominativ Plural: Reibungen
Aussprache
WorttrennungRei-bung
Wortbildung mit ›Reibung‹ als Erstglied: ↗Reibungsbahn · ↗Reibungsbremse · ↗Reibungselektrizität · ↗Reibungsfläche · ↗Reibungsgrund · ↗Reibungskoeffizient · ↗Reibungsverlust · ↗Reibungswiderstand · ↗Reibungswärme · ↗reibungslos
eWDG, 1974

Bedeutungen

1.
Physik der Bewegung von Körpern entgegengesetzte Kraft, die an zwei sich berührenden und gegeneinander bewegten Flächen auftritt
Beispiele:
durch Reibung entsteht Wärme
ein Gewindebohrer arbeitet leichter, wenn man die Reibung verringert
So erhalten die Bomben eine Form, die verhindert, daß sie sich überschlagen, daß sie infolge der Reibung sich in Gas auflösen [SteinbergUhren137]
2.
das Reiben, Geriebenwerden
Beispiele:
Würde das Seil, auch doppelt genommen, die Reibung dieses langen Geschaukels ertragen? [GanghoferHubertus420]
Seine Streichhölzer ließen sich durch Reibung an einer beliebigen Reibfläche entzünden [Wissenschaft und Fortschritt1958]
3.
Reiberei
Beispiele:
er hatte mit ihm ständige Reibungen
es ging nicht ohne Reibungen ab
Da man so dicht und ständig aufeinander hockte, gab es ununterbrochen Reibungen [Feuchtw.Teufel80]

Thesaurus

Physik, Technik
Synonymgruppe
Friktion · Reibung
Oberbegriffe
Unterbegriffe
  • Luftreibung · ↗Luftwiderstand
  • Coulombsche Reibung · Festkörperreibung · Äußere Reibung
Assoziationen
  • Euler-Eytelwein-Formel · Seilreibungsformel
  • Reibungskoeffizient · Reibungszahl
  • Ölbadschmierung · Öltauchschmierung
Synonymgruppe
Abreibung · Reiben · Reibung · Scheuern

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abnutzung Elastizität Hemmung Kufe Luftwiderstand Reibung Schwerkraft Stoß Trägheit Verschleiß Wärme abgehen atmosphärisch aufheizen aufladen bremsend dissonant entstehend erhitzen erzeugen harmonisch herabsetzen inner minimieren produktiv spannungsvoll unnötig unvermeidlich verglühen vermindern

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Reibung‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bei gemeinsamem Vorgehen würde es auf vielen Feldern weniger Reibungen geben, man könnte die Kräfte bündeln und das käme beiden Ländern zugute.
Der Tagesspiegel, 17.05.2002
Nach spätestens einem Jahrhundert hätte die Reibung die von uns verursachten Störungen ausgebügelt.
o. A.: Geheimnisvolle Sonne. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 2000 [1999]
Das gibt sicher Reibungen, zumal J. mir sowieso nicht grün sein dürfte.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1919. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1919], S. 47
Er erzählte dann von Reibungen mit der nationalsozialistischen Regierung und von seiner aufrechten Haltung.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1945. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1945], S. 93
Diese Entwicklung vollzog sich nicht ohne gewisse Reibungen und Spannungen.
Frankel, Hans H.: China bis 960. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 2616
Zitationshilfe
„Reibung“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reibung>, abgerufen am 26.04.2019.

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