Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Reihendorf, das

Grammatik Substantiv (Neutrum) · Genitiv Singular: Reihendorf(e)s · Nominativ Plural: Reihendörfer
Aussprache 
Worttrennung Rei-hen-dorf
Wortzerlegung Reihe Dorf
eWDG

Bedeutung

Dorfform, bei der die Häuser in einer oder in zwei Reihen längs der Dorfstraße stehen

Verwendungsbeispiele für ›Reihendorf‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Unter Reihendorf versteht man die Aneinanderreihung von einzelstehenden Gehöften, die auf der jeweils zugehörigen Streifenflur errichtet werden. [o. A.: Lexikon der Kunst - D. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 21669]
In der elterlichen Wohnung nahe dem Südende des lang gestreckten Reihendorfes weckten ihn nachts gegen drei Uhr Schüsse und Geschrei. [Die Zeit, 08.11.2000, Nr. 45]
Folkers leitet das Reihendorf vom flämischen Marschhufendorfe her, die Rundlingsreste und Angerdörfer deutet er als Nachlaß der Germanenzeit. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 136]
Das Siedlungsbild der Reihendörfer und des Langhauses mit abgeteilten Stuben, Kammern und Ställen beiderseits der Durchgangsdiele ist niederdeutsch mit Einstreuung des mitteldeutschen Querhaustyps. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1937, S. 352]
Somit ist die Stadt Frankenberg aus einem kurzen Reihendorfe hervorgegangen, das wahrscheinlich im 12. Jhd. gegründet worden ist. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1929, S. 892]
Zitationshilfe
„Reihendorf“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reihendorf>.

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