Reizdarm, der

Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Reizdarm(e)s · Nominativ Plural: Reizdärme · Verwendung im Plural ungebräuchlich
Aussprache [ˈʀaɪ̯ʦdaʁm]
Worttrennung Reiz-darm
Wortzerlegung  Reiz Darm
Wortbildung  mit ›Reizdarm‹ als Erstglied: Reizdarmsyndrom
Wahrig und ZDL

Bedeutung

Medizin Empfindlichkeit des Darms, die sich häufig in unklaren Beschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder Verdauungsproblemen äußert   unspezifische Darmerkrankung
Kollokationen:
in Koordination: Reizdarm und Reizmagen
Beispiele:
Bei jedem zweiten Patienten finden Ärzte mit den Standarduntersuchungen Magen‑ oder Darmspiegelung, Ultraschall und Blutuntersuchung keine Ursache für Beschwerden ihrer Patienten. Die Diagnose lautet dann häufig funktionelle Störung – meistens Reizdarm oder Reizmagen. [Der Standard, 04.09.2009]
Wer dauerhaft unter unspezifischen Verdauungsbeschwerden und Bauchschmerzen leidet, bekommt oft die Diagnose Reizdarm gestellt. [Reizdarm: Den richtigen Arzt finden, 22.10.2019, aufgerufen am 22.09.2020]
Pfefferminzöl regt die Magensäfte an und wird, in Form einer magensäureresistenten Kapsel, auch zur Behandlung des Reizdarmes eingesetzt. [Der Standard, 18.10.2014]
Die Schulmedizin steht dem Reizdarm meist ratlos gegenüber, oft werden die Symptome als »psychosomatisch« abqualifiziert. [Bild, 23.10.2008]
»Mit einer langen Teigreifung schaltet der Bäcker […] einige Stoffe, die sensible Reizdärme plagen können, aus«[…]. [Reutlinger General-Anzeiger, 21.02.2017] ungewöhnl. Pl.

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„Reizdarm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Reizdarm>, abgerufen am 17.10.2021.

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