Rekorder, der

Alternative Schreibung Recorder
Grammatik Substantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rekorders · Nominativ Plural: Rekorder
Aussprache 
Worttrennung Re-kor-der ● Re-cor-der
Rechtschreibregeln § 32 (2)
Wortbildung  mit ›Rekorder‹ als Letztglied: ↗Kamerarecorder · ↗Kamerarekorder · ↗Kassettenrecorder · ↗Kassettenrekorder · ↗Radiorecorder · ↗Radiorekorder · ↗VHS-Recorder · ↗VHS-Rekorder · ↗Videorecorder · ↗Videorekorder
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2019

Bedeutung

Gerät zur elektromagnetischen Aufzeichnung von Bild- und Tondaten auf Bänder und zu deren Wiedergabe
Kollokationen:
mit Adjektivattribut: ein analoger, digitaler, [an einen Fernseher o. Ä.] angeschlossener Rekorder
Beispiele:
Forscher […] wollten […] die natürliche Geräuschkulisse des Ozeans aufnehmen – ohne menschliche Einflüsse. Dafür installierten sie im südlichen Polarmeer, wo es kaum menschliche Aktivitäten gibt, zwei Rekorder tief unten im Wasser. Drei Jahre lang zeichneten diese die Unterwasserklänge auf. [Neue Zürcher Zeitung, 12.01.2017]
Einmal lief er tagelang mit einem digitalen Rekorder herum, der sich hin und wieder einschaltete und Sprachschnipsel aufnahm. [Die Zeit, 11.12.2014, Nr. 51]
Zwanzig Minuten später funktioniert der Videorekorder. Rekorder an Fernseher anschließen, Fernseher an Steckdose, Kassette einlegen, auf die Playtaste drücken, Film anschauen. So einfach ist das. [Berliner Zeitung, 24.04.2002]
Das […] Modell […] bietet den systemüblichen Komfort: Musiktitel erscheinen als Klartext im Display, und neben den digitalen Tonträgern spielt der Rekorder auch analoge Kassetten mit den Rauschunterdrückern Dolby B und Dolby C ab. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.01.1995]
So einfach und problemlos Tonbandkassetten und Rekorder auch sein mögen, es passiert schon einmal, daß Kassetten verklemmen oder »Bandsalat« entsteht, der zu Knick‑ und Knitterstellen im Tonband oder gar Bandrissen führen kann. [Neues Deutschland, 09.07.1977]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rekord · Rekorder · Recorder
Rekord m. ‘sportliche Höchstleistung’, anfänglich ‘urkundlich bestätigte sportliche Leistung (im Trabrennen)’ und allgemein ‘als hervorragend registrierte sportliche Leistung’ (Ende 19. Jh.), zuvor ‘gerichtliche Urkunde’ (nach Mitte 19. Jh.), Entlehnung von gleichbed. engl. record, eigentlich ‘Aufzeichnung, Niederschrift, Bericht (über Verfahren, Verhandlungen)’, aus afrz. recort ‘Erinnerung, Gedächtnis, Bericht, Zeugenaussage, Besprechung, Urteil’, abgeleitet von afrz. recorder ‘sich erinnern, berichten, vortragen, aufzeichnen’ (engl. to record) dem lat. recordārī ‘sich vergegenwärtigen, eingedenk sein’ zugrunde liegt; zu lat. cor (Genitiv cordis) ‘Herz’. Rekorder, Recorder m. Gerät zur Aufzeichnung und Wiedergabe audiovisueller Signale, Übernahme (20. Jh.) von gleichbed. engl. recorder, zu engl. to record ‘niederschreiben, aufzeichnen, (auf ein Band) aufnehmen’, aus afrz. recorder (s. oben).

Typische Verbindungen zu ›Rekorder‹, ›Recorder‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rekorder‹.

Zitationshilfe
„Rekorder“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rekorder>, abgerufen am 01.12.2020.

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