Rekrut, der

GrammatikSubstantiv (Maskulinum) · Genitiv Singular: Rekruten · Nominativ Plural: Rekruten
Aussprache
WorttrennungRe-krut · Rek-rut (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›Rekrut‹ als Erstglied: ↗Rekrutenausbilder · ↗Rekrutenaushebung · ↗Rekrutenjahrgang · ↗Rekrutenvereidigung · ↗Rekrutenzeit
eWDG, 1974

Bedeutung

Soldat in der Grundausbildung
Beispiele:
Rekruten ausheben, ausbilden, mustern
um 9 Uhr mussten die Rekruten des neuen Jahrgangs antreten
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Rekrut · rekrutieren
Rekrut m. ‘Soldat in der ersten Ausbildungszeit’, frühnhd. (Plur.) Recrutten (Anfang 17. Jh.), Recruiten, (Sing.) Recruite f. (1. Hälfte 17. Jh.) ‘neu angeworbene Soldaten, neu geworbene Mannschaft, Ergänzungs-, Ersatzmannschaft’, (Sing.) Recrout m. (Mitte 18. Jh.), Recrut m. ‘neu geworbener Soldat, besonders solange er noch nicht zur Fahne geschworen hat’ (2. Hälfte 18. Jh.), entlehnt aus mfrz. (nordfrz.) recrute (1592, mit -t- durch nl. Einfluß?) neben mfrz. recreue ‘Ergänzung’, mfrz. frz. recrue ‘alle Soldaten, die eine Armee ergänzen, Nachschub’ (1550). Es handelt sich um das substantivierte Part. Perf. Fem. von afrz. recroistre ‘von neuem wachsen, Nachwuchs bekommen bzw. besorgen, ersetzen’, frz. recroître ‘wieder wachsen, wieder zunehmen’, aus lat. recrēscere ‘wieder (hervor)wachsen’; vgl. lat. crēscere ‘hervorkommen, (hervor)wachsen, zunehmen, ansteigen’. rekrutieren Vb. ‘(Truppen) ergänzen, (Soldaten) anwerben, mustern, ausheben’, übertragen ‘stärken, mehren, wieder instand setzen’ (17. Jh., vgl. mfrz. recroistre ‘vergrößern, mehren’), ‘sich zusammensetzen, aus etw. ergänzen, zu einem bestimmten Zweck beschaffen’ (Mitte 19. Jh.), vom Substantiv abgeleitet (vgl. jüngeres nl. recruteeren, frz. recruter).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anwerbung Ausbilder Aushebung Bendlerblock Berufssoldat Bundesheer Einberufung Gelöbnis Grundausbildung Grundwehrdienst Jägerbataillon Kaserne Kasernenhof Misshandlunge Mißhandlung Panzerbrigade Stromstoß Vereidigung Wachbataillon anwerben blutjung drillen eingezogen einrückend geloben mißhandeln unerfahren vereidigen vereidigt wehrpflichtig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›Rekrut‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hätten dann ein Potential von Rekruten, die wirklich interessiert sind, sich auch länger zu binden.
Der Tagesspiegel, 21.03.2000
Im Jahr darauf haben sich 7589 Rekruten, die aufgerufen worden waren, nicht gemeldet.
Die Zeit, 13.03.1987, Nr. 12
Umgekehrt war den iranischen Rekruten die griechische Schrift zu erlernen auferlegt.
Altheim, Franz: Das alte Iran. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 21849
So nehmen sie den armen Rekruten, die eben erst an die Front riechen, noch den letzten Mut!
Renn, Ludwig [d. i. Vieth v. Golßenau, Arnold Friedrich]: Krieg - Nachkrieg, Berlin: Aufbau-Verl. 1951 [1928], S. 162
Eine Pause von zehn Minuten gibt den Rekruten Zeit, sich für die folgenden Prüfungen zu sammeln.
Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8786
Zitationshilfe
„Rekrut“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/Rekrut>, abgerufen am 21.02.2019.

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